Häuser- und Familiengeschichte(n) von Obermurach
Bewohner, Hausnamen und Familien von 1713 bis heute, dazu die Geschichte der Burg Hausmurach nach 1800.
Autorin: Hedwig Pamler (Stand 8/2026)
Teil 1: Dorf Obermurach
Man schrieb das Jahr 1773, als sich in Oberviechtach ein folgenreiches Unglück ereignete: Ein Großbrand verwüstete nicht nur zahlreiche Häuser des Marktes, sondern zog auch Pfarrhof und Pfarrkirche schwer in Mitleidenschaft. Dabei wurden auch die Pfarrmatrikel in denen Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen der Pfarrangehörigen verzeichnet waren ein Raub der Flammen. Lediglich das damals aktuelle Kirchenbuch mit den Einträgen ab dem Jahr 1713 konnte gerettet werden. Aufgrund dieses Ereignisses können wir für Personenstandsfälle in der Pfarrei Oberviechtach heute leider nur ab diesem Zeitpunkt auf schriftliche Quellen zurückgreifen.
Mittels dieser Aufzeichnungen konnte für Obermurach ein Verzeichnis erstellt werden, welches die Häuser- und Familiengeschichte der Dorfbewohner näher erklärt und umfassende verwandtschaftliche Beziehungen innerhalb des Ortes offenlegt. Aufschlussreich ist diese Quelle zudem im Hinblick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Erwerbstätigkeiten, mit denen sich die Bewohner ihren Lebensunterhalt verdienten. In Anknüpfung an das 1995 erschienene Heft „Hausnamen Obermurach“ von Andreas Heindl wurde nachstehend eine Aufstellung der Einwohner der einzelnen Häuser Obermurachs abgefasst. Ergänzend herangezogen wurden dabei:
18. Jahrhundert: Häuserbeschreibungen und Steuerlisten des Pfleggerichts Murach1
Ab Beginn des 19. Jahrhunderts: Katasterunterlagen nach Einführung des Katasterwesens2
Ab 1876: Personenstandsbücher der zuständigen Standesämter
Die Pfarrmatrikel wurden in lateinischer Sprache abgefasst und von den verschiedenen Pfarrherren mehr oder weniger gewissenhaft geführt. Familien- und Ortsnamen wurden darin oft in unterschiedlichen Schreibweisen – häufig nach der Aussprache – eingetragen. Es fällt auf, dass bei einigen Personen eindeutig unterschiedliche Vornamen angegeben wurden; auch die Vollständigkeit der Personenstandsfälle scheint nicht lückenlos gegeben zu sein. Die Handschrift der Verfasser stellt teilweise eine Herausforderung dar.
Taufen und Geburten (1713–18843)
Laut einer Herdstättenbeschreibung gab es 1761 in Obermurach 42 „Haushalte“. Nur 27 davon besaßen jedoch ein eigenes, meist bescheidenes Haus; der Rest lebte als Austrägler oder Tagwerker zur Herberge (sogenannte Inleute). Zwischen 1713 und 1884 wurden in Obermurach 1.513 Taufen registriert. Etwa ein Drittel der Kinder (571) verstarb vor Erreichen des 10. Lebensjahres. Rund 20 % der Geburten (283) wurden als „illegitim“ eingetragen. Für die Mütter bedeutete dies oft gesellschaftliche Ächtung und wirtschaftliche Not, für die Kinder ein lebenslanges Stigma. Ursache war häufig, dass die Behörden ab Mitte des 18. Jahrhunderts eine Heiratsgenehmigung aufgrund fehlender wirtschaftlicher Grundlagen verweigerten. Erst nach 1868 wurde dieses Vorgehen weitgehend liberalisiert, wodurch sich der Anteil außerehelicher Geburten jedoch nicht wesentlich verringerte.
Getauft wurde meist am Tag der Geburt oder am darauffolgenden Tag. Die Taufpaten kamen überwiegend aus der unmittelbaren Nachbarschaft. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts übernahmen in einigen Fällen auch Adelige (meist Familienmitglieder des jeweiligen Pflegers) die Patenschaft für besonders arme Tagelöhner oder Herbergsleute. Täuflinge erhielten in der Regel den Vornamen ihres Paten:
Buben: Rund die Hälfte erhielt – ggf. als weiteren Vornamen – den Namen Johannes (wohl nach dem Oberviechtacher Kirchenpatron Johannes d. Täufer). Ebenfalls sehr verbreitet war Georg.
Mädchen: Die Hälfte erhielt den Vornamen Maria. Sehr beliebt waren zudem Anna, Margaretha, Katharina und Barbara.
Oft erhielten mehrere Kinder derselben Familie dieselben Vornamen. So wurden beispielsweise drei Söhne des Wirtes Johann Leonhard Albang auf den Namen Johann Georg getauft:
1. Sohn (geb. 1731): nach Pate Georg Dobmeier (Bauer von Stangenberg) benannt; verstarb wenige Tage nach der Geburt.
2. Sohn (geb. 1734): nach Georg Bock (Bürger von Schönsee) benannt; erbte das Wirtshaus und wurde später „Johann“ gerufen.
3. Sohn (geb. 1744): nach Georg Meindl (Bauer von Obermurach) benannt; übernahm das Anwesen gegenüber dem Wirtshaus und wurde später als „Georg“ Albang bezeichnet.
Uneheliche Kinder trugen bis Mitte des 19. Jahrhunderts stets den Familiennamen des Vaters, sofern dieser bekannt war.
Registriert wurden auch Geburten im „Churfürstlichen Schloß“ bei den adligen Familien von Fehrenberg (1727), Sazenhofen (Gutsverwalter, 1736), Katzner (1736 u. 17374), Ehrnlechner von Lehnburg (1760) und Schedl von Greiffenstein (7 Geburten zwischen 1785 und 1798; davon verstarben 4 Kinder kurz nach der Geburt). Auch die uneheliche Entbindung einer dortigen Küchenmagd im Jahr 1775 mit einem kurfürstlichen Knecht wurde vermerkt. 1716 wurde eine Geburt im herrschaftlichen Gefängnis niedergeschrieben, wo die Insassin Katharina Fischbacher einen „ehebrecherisch gezeugten“ Knaben zur Welt brachte.
Sterbefälle und Krankheiten (1713–1910)
Im Zeitraum von 1713 bis 1910 wurden 1.276 Sterbefälle aufgezeichnet. Auch hier ist von Lücken auszugehen, insbesondere bei verstorbenen Neugeborenen. Die personelle Zuordnung bereitet oft Schwierigkeiten, da bei Erwachsenen meist nur Beruf und ein ungefähres Alter angegeben wurden; bei Kindern wird der Name und Beruf des Vaters genannt, was bei Namensgleichheit problematisch ist. Für Personen, die das Erwachsenenalter erreichten, lag das Durchschnittsalter im 18. Jahrhundert bei etwa 55 Jahren (soweit den Angaben zu trauen ist). Bemerkenswert ist der Sterbefall des Webers Andreas Girtler (genauer Wohnsitz unbekannt) im Jahr 1722, dessen Alter mit 100 Jahren angegeben wurde. Auch der Maurermeister Johann Schmid aus Haus-Nr. 24 soll 1806 in diesem hohen Alter verstorben sein. Erst ab dem 19. Jahrhundert wurde die genaue Sterbeursache erfasst. Zuvor deuteten gehäufte Todesfälle auf Seuchen hin:
1771: Innerhalb eines halben Jahres verstarben 6 Jugendliche/junge Erwachsene sowie 10 Kinder (4 Wochen bis 11 Jahre, darunter der einzige Sohn des Pflegverwalters Ehrnlechner) an einer ansteckenden Krankheit.
1807/1808: Von Dezember bis Juni starben sieben Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahren an den Blattern (Pocken).
1815: Scharlach führte zu mehreren Todesfällen, darunter drei Kinder des Häuslers Georg Brunner (Hs.-Nr. 22). Im selben Zeitraum starb seine Frau Magdalena zusammen mit dem Neugeborenen im Wochenbett.
Weitere Ausbrüche: Masern (1825), Ruhr (1835) sowie erneute Scharlachwellen (1832, 1853, 1884).
Bei vielen Kleinkindern lautete die Todesursache oft „Fraisen“ (Bezeichnung für Bauchkrämpfe unklarer Ursache) oder Komplikationen während oder kurz nach der Geburt. Zum Tod des Hirten und Bettlers Wolfgang Adam Bajer vermerkte der Pfarrer: „Man sagt, frühe 7 Uhr starb er, und Nachmittag 5 Uhr warf er das Tuch von sich, sagte, ihr Teufls Leut laßt mich nicht auf meinem Ort liegen. War wieder tot, richtete sich aber nicht auf!“
Eheschließungen
Bei den Heiratseinträgen fällt auf, dass der Ehepartner oft aus der unmittelbaren Nachbarschaft kam oder aus einem der umliegenden Dörfer einheiratete. Brautleute aus Ortschaften außerhalb des Muracher bzw. Oberviechtacher Amtsbezirks bildeten seltene Ausnahmen. Viele Hochzeiten basierten vermutlich weniger auf Zuneigung als auf wirtschaftlicher Absicherung. Oft dürfte der Wille der Väter ausschlaggebend gewesen sein. Nach dem Tod eines Ehepartners verheirateten sich Witwer oder Witwen nicht selten innerhalb eines Jahres erneut. Gründe hierfür waren der Ersatz für die weggefallene Arbeitskraft, die Versorgung der Kinder und die Existenzsicherung.
Hinweise zur nachfolgenden Häuseraufstellung
Die Zuordnung der Personen zu einem bestimmten Anwesen gestaltete sich teilweise schwierig, da Hausnummern erst ab 1803 angegeben wurden. Eine Zuordnung vor dieser Zeit erfolgt daher unter Vorbehalt und stützt sich auf die Rückverfolgung von Verwandtschaften sowie auf angegebene Hausnamen. Einige Familien, die im 18. Jahrhundert Erwähnung fanden, konnten bislang noch nicht zugeordnet werden. Eine Auswertung der Verbriefungen von Anwesensveräußerungen (Briefprotokolle), die einen gesicherten Nachweis erbringen könnten, steht noch aus.
(Das Burgareal mit den Hausnummern 30 a – 30 i wird in „Häuser und Familiengeschichte(n) von Obermurach, Teil 2, Burg Hausmurach nach 1800“ erfasst.)

| Jahr | Hausnummer 1 (jetzt 225) | angegebener Beruf: |
|---|---|---|
| 1717 | Der Witwer Johann Weinzierl heiratet Kunigunde Albang, die Tochter eines Bauern Johann Albang aus Obermurach. Eine Verwandtschaft mit der Wirtsfamilie ist unklar. | Bauer |
| 1744 | Margarethe Weinzierl (vermutlich die Tochter des obengenannten Johann aus erster Ehe) heiratet Johann Wolfgang Lehner aus Gutenfürst. Johann Wolfgang stirbt 1746. | Bauer |
| 1747 | Die Witwe Margarethe Lehner heiratet Johann Georg Danner aus Schönau. | Zimmermann |
| 1778 | Georg Michael Danner, Sohn von Johann Georg und Margarethe Danner übernimmt das Haus und heiratet Margarethe Brunner aus Obermurach aus Hs.-Nr. 24. | Zimmermannsgeselle |
| 1817 | Johann Baptist Danner, deren Sohn, heiratet Margarethe Pirzl aus Dieterskirchen. (Hausname 1809: Zimmermannhöfl) | Schuster |
| 1838 | Das Anwesen wird zertrümmert. Peter Albang aus Hs.-Nr. 2 kauft Teile des Anwesens von Johann Danner. (Hausname Zimmerschustergütl) | |
| 1843 | Johann Baptist Meier, lediger Sohn von Kunigunde Danner und Neffe des Johann Baptist Danner heiratet Margaretha Schwandner, Bauerntochter aus Hof, und übernimmt das Anwesen. (Hausname 1840: Danner) | Schuster |
| 1846 | Das Anwesen wird versteigert und von Michael Leitermann aus Eschelkam für 456 Gulden erworben. | Hutmachermeister |
| 1849 | Barbara Verschl, geb. Bauer aus Teunz und Witwe von Jakob Verschl, die bisher in einer Wohnung im ehem. Burgareal lebte, erwirbt das Anwesen. Der Hausname „Jackl“ leitet sich von Jakob Verschl ab. | Tagelöhnerswitwe |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab.6 Brandentschädigung für Barbara Ferschl 450 fl. | |
| 1851 | Wolf Georg Verschl, Sohn von Barbara und Jakob Verschl heiratet Rosina Saller, Tagelöhnerstochter aus Eigelsberg und übernimmt das Haus. | Weber |
| 1878 | Johann Baptist Verschl, deren Sohn heiratet Anna Schöberl aus Eigelsberg und übernimmt das Anwesen. | Weber und Nachtwächter (1888 – 1904) |
| 1918 | Johann Baptist Verschl, Sohn von Johann Baptist und Anna Verschl heiratet Anna Schön und übernimmt das Anwesen. Der einzige Sohn und vorgesehene Hoferbe Johann stirbt 1942 an der Kriegsfront. | Häusler und Kleinbauer |
| Mina Verschl, Tochter v. Johann Baptist (jun.) und Anna Verschl, heiratet Helmut Ilchmann. Deren Sohn Johann Ilchmann übernimmt das Anwesen. Aktuell befindet es sich in Besitz von dessen Schwiegersohn bzw. Tochter Mathias und Melanie Schwarz, geb. Ilchmann. Hausname „Jackl“. | ||
| Katharina Verschl, verh. Standl, Tochter von Johann Baptist und Anna Verschl und Schwester von Mina Ilchmann, baut Anfang der 1950er Jahre an der Straße nach Oberviechtach ein neues Haus (jetzt Hs.-Nr. 68). Deren Tochter Christa, verh. Pirzer baut ca. 1980 nebenan ein weiteres Haus (jetzt Hs.-Nr. 70). |
| Hausnummer 2 (jetzt 23) | ||
|---|---|---|
| Um 1705 | Ulrich Albang wird als Wirt genannt, seine Frau heißt Anna Barbara. | Wirt und Brauer |
| 1728 | Johann Leonhard Albang, Sohn von Ulrich und Anna Barbara heiratet Anna Margarethe Eckl, Bauerntochter aus Enzelsberg und führt das Wirtshaus und die Brauerei fort. | Wirt und Brauer |
| 1757 | Deren Sohn Johann Georg Albang erwirbt das Wirtshaus. Er heiratet 1762 Anna Barbara Rohrmüller, Müllerstochter aus Schönau. | Wirt und Brauer |
| 1795 | Deren Sohn Johann Albang übernimmt das Anwesen. Er heiratet 1800 Katharina Schwingl, Müllerstochter von der Steinmühle. | Wirt |
| 1840 | Peter Albang, Sohn von Johann und Katharina Albang heiratet Barbara Deierl, Wirtstochter aus Lind und übernimmt das Wirtsanwesen. | Wirt |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. (s.a. Hs.-Nr. 1) Brandentschädigung für Peter Albang 4100 fl. | |
| 1869 | Johann Albang, Sohn v. Peter und Katharina Albang heiratet Katharina Seigner, Bauerntochter aus Gmünd. Das Anwesen hat er 1868 übernommen. Sein Bruder Mathias heiratet 1878 nach Niesaß („Wirts-Hias“) | Wirt (Das Wirtshaus ist von 1874 bis 1886 geschlossen) Bürgermeister (1882 – 1906) |
| 1896 | Johann Albang, Sohn von Johann und Katharina Albang, übernimmt. Er heiratet Anna Lohrer, Bauerntochter aus Lind. | Wirt und Bürgermeister (1907 – 1933) |
| 1937 | Anton Albang, Sohn von Johann und Anna Albang übernimmt. Er heiratet Katharina Salomon, Bauerntochter aus Schwaighof. | Wirt und Bürgermeister (1963 – 1972) |
| Anton Albang stirbt 1978. Seine drei Kinder Johann, Michael Robert und Hildegard übernehmen gemeinsam das Anwesen. Nach dem Tod von Johann (1984) und Robert Michael (2005) leitet Hildegard Albang die Wirtschaft bis zu ihrem Tod 2017. Das unbewohnte Anwesen befindet sich aktuell in Besitz von Michael Albang, Sohn von Robert Michael. Hausname „Wirt“ | ||
| Michael Robert Albang (+), Sohn von Katharina Albang baut ca. 1970 an der Straße nach Oberviechtach ein neues Haus (jetzt Hs.-Nr. 52). Dieses befindet sich aktuell im Besitz von Sohn und Schwiegertochter Michael und Martina Albang. Hausname „Wirtsmichl“ |
| Hausnummer 3 (jetzt 20) | ||
|---|---|---|
| 1721 | Johann Hammerer heiratet Margarethe König aus Trausnitz. Johann stirbt 1739. | Schneider und Bauer |
| 1740 | Die Witwe Margarethe Hammerer, geb. König, heiratet Johann Georg Baumer aus Nottersdorf und heiratet ihm das Anwesen an. Margarethe stirbt 1756. Der Witwer Johann Georg heiratet 1758 Anna Margarethe Forster aus Wildeppenried und wohnt zuletzt als Inwohner in Nr. 3. Er stirbt 1762. | Bauer |
| 1757 | Johann Georg Albang von Hs.-Nr. 2 erwirbt das Anwesen. | Bauer und Wirt auf Hs.-Nr. 2 |
| 1772 | Johann Georg Albang, sein Sohn, übernimmt das Anwesen. Er heiratet Margaretha Häusler, Schneiderstochter aus Oberviechtach. (Hausname 1774: Koppenschneider; verm. von Johann Hammerers Beruf und der Lage an einer Felskuppe. (Hausname 1809: Wirtskrupet) | Bauer |
| 1823 | Johann Albang, Sohn v. Georg und Margaretha Albang heiratet Barbara Vogl, Bauerntochter aus Hof. Er übernahm das Anwesen 1821. Johann stirbt 1840. (Hausname 1840: beim gruppeten Bauern) | Bauer |
| 1842 | Die Witwe Barbara Albang heiratet Christoph Wild, den unehelichen Sohn von Margarethe Süß aus Hs.-Nr. 6. Sein Vater war Wolfgang Wild, Hirtensohn aus Antelsdorf. Christoph stirbt 1855. | Bauer |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. (s.a. Hs.-Nr. 1) Brandentschädigung für Christoph Wild 2500 fl. | |
| 1858 | Georg Josef Albang, der Sohn von Johann und Barbara Albang, heiratet Theresia Hösl, Wirtstochter aus Lind und übernimmt das Anwesen. Josef stirbt 1864. | Bauer |
| 1864 | Die Witwe Theresia Albang heiratet Johann Zinnbauer aus Nunzenried und heiratet ihm das Anwesen an. Johann stirbt 1874. | Bauer |
| 1875 | Die zweimalige Witwe Theresia Zinnbauer heiratet Georg Reger und heiratet ihm das Anwesen an. | Bauer |
| 1876 | Peter Albang, Sohn des Wirtes Peter Albang Hs.Nr. 2, kauft das Anwesen. Er ist seit 1873 mit Theresia, geb. Härtl, verw. Lintl, aus Hs.Nr. 24 verheiratet, wo er vorher auch lebte. | Bauer |
| 1897 | Johann Lintl, Sohn von Georg und Theresia Lintl, geb. Härtl, bzw. Stiefsohn von Peter Albang heiratet Barbara Elsner, Müllerstochter von der Steinmühle und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1924 | Johann Lintl, deren Sohn heiratet Maria Frank und übernimmt das Anwesen. | Bauer und Bürgermeister (1945 – 1962) |
| Das Anwesen ist derzeit in Besitz von deren Sohn Karl Lintl und seiner Frau Maria. (Hausname Groupert) | Bauer | |
| Albert Lintl, Sohn von Johann und Maria Lintl, Bruder von Karl Lintl, baut ca. 1975 an der Straße nach Oberviechtach ein neues Haus (jetzt Hs.Nr. 62). Sein Sohn Alexander kauft ca. 2005 das Haus von Andreas Steindl (jetzt Hs.Nr. 66.) s.a.Hs.Nr. 22. Seine Tochter Andrea baut ca. 2000 in Obermurach ein neues Haus auf der sog. „Gänstrat“. (Hs.Nr. 32). | ||
| Johann Lintl, Sohn von Karl und Maria Lintl, baut ca. 2005 in Obermurach (Hs.Nr. 34). |
| Hausnummer 4 (erloschen, östl. Teil des Dorfplatzes) | ||
|---|---|---|
| Um 1774 | Mathias Gradl und Walburga Zinkl aus Dienersdorf werden genannt. | Zimmermann |
| 1794 | Mathias Gradl, heiratet Margarethe Lindl, Tochter des Webers Johann Lindl (verm. Hs.-Nr. 11). Er übernimmt das Anwesen 1791 von seiner Mutter Walburga. (Hausname 1809: Gradlmathiashäusl bzw. Hausmathias, 1824: das obere Zimmermanngütl, auch Häuslmann) | Zimmermannsgeselle |
| 1826 | Deren Sohn Georg Adam Gradl heiratet Anna Adlhard, Schmiedtochter aus Wagnern. Das Anwesen übernahm er 1824. (Hausname 1840: Zimmermann) | Zimmermann |
| 1848 | Johann Hofbauer aus Hs.Nr. 30 e (Burgareal) heiratet Katharina Fleißer (bzw. Gradl) und erwirbt das Anwesen. Katharina ist die voreheliche Tochter von Anna Adlhard und Michael Fleißer, led. Tagelöhner aus Wagnern und Stieftochter von Georg Adam Gradl. | Häusler |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. (s.a. Hs.Nr. 1) Brandentschädigung für Johann Hofbauer 600 fl. | |
| 1862 | Anna Waltenberger, Häuslerstochter aus Hs.Nr. 14, kauft das Haus um 680 Gulden. Johann und Katharina Hofbauer gehen auf Hs.Nr. 6. | Häuslerstochter |
| 1863 | Anna Waltenberger heiratet Andreas Eisinger, unehelichen Sohn von Margarethe Süß aus Hs.Nr. 6. | Häusler |
| 1883 | Georg Adam Hofbauer, Sohn von Johann und Katharina Hofbauer, heiratet Anna Hammerl aus Eigelsberg. Er kaufte das Anwesen 1882 um 1542 Mark. Georg Adam stirbt schon 1883. | Schreiner |
| 1884 | Die Witwe Anna Hofbauer heiratet Karl Süß, Schreiner aus Pischdorf, und heiratet ihm das Anwesen an. Das Paar zieht 1898 nach Thann. | Schreiner |
| 1899 | Wolfgang und Katharina Schießl, geb. Hofbauer, Tochter v. Johann und Katharina Hofbauer aus Hs.Nr. 6, kaufen das Anwesen. Das Haus wird abgerissen. | Häusler |
| Hausnummer 5 (jetzt 18) | ||
|---|---|---|
| 1714 | Johann Georg Brunner heiratet Maria Margarethe Idelbach, Bauerntochter aus Nottersdorf. | Bauer |
| 1753 | Deren Sohn Johann Georg Brunner heiratet die Bauerstochter Anna Ursula Picherl aus Dieterskirchen. Johann Georg stirbt 1768. (Hausname 1761: Kibigbauer) | Bauer |
| 1769 | Die Witwe Anna Ursula Brunner heiratet Philipp Schmid aus Obermurach (Hs.-Nr. 24) und heiratet ihm den Besitz an. (Hausname 1774 Kimmbauer: Kimmer = Böttcher oder Fassmacher. 1606 wird in Obermurach ein Kuffner (=Faßmacher) Hans Scheinagl erwähnt7. Evtl. geht die Bezeichnung auf diesen zurück.) | Maurer |
| 1790 | Georg Brunner, Sohn von Johann Georg und Anna Ursula Brunner heiratet die Bauerstochter Katharina Nösner aus Schömersdorf und übernimmt den Besitz. Katharina stirbt 1810. | Bauer |
| 1812 | Der Witwer Georg Brunner heiratet Katharina Salomon, Bauerntochter aus Dietersdorf. (Hausname 1809: Kimmerbauernhof) | Bauer |
| 1821 | Johann Baptist Brunner, Sohn von Georg Brunner aus erster Ehe mit Katharina, geb. Nösner heiratet die Bauerntochter Anna Maria Kölbl aus Vockendorf. Den Besitz übernahm er 1820. | Bauer |
| 1839 | Katharina Brunner, deren Tochter heiratet Johann Baumer, Müllerssohn aus Nottersdorf. Dieser erwirbt das Anwesen von seiner Schwiegermutter. (Hausname 1840: Kimmerbauer) | Bauer |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. (s.a. Hs.Nr. 1) Brandentschädigung für Johann Baumer 2400 Gulden. | |
| 1873 | Peter Baumer, Sohn von Johann und Katharina Baumer, heiratet Theresia Schneeberger, Bauerntochter aus Braunsried. Das Anwesen hat er 1869 übernommen. Peter stirbt 1892. | Bauer |
| 1893 | Die Witwe Theresia heiratet Joseph Nößner aus Herrmannsried und heiratet ihm das Anwesen an. | Bauer |
| 1903 | Michael Baumer, Sohn von Peter und Theresia Baumer, heiratet Barbara Salomon aus Dietersdorf und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1949 | Michael Baumer, deren Sohn übernimmt das Anwesen. Er heiratet Maria Kraus. Hausname: Kimbauer | Bauer |
| Deren Sohn Michael Baumer (gen. Kim) übernimmt nach dem Tod seines Vaters 1979 das Anwesen. Er bleibt unverheiratet und stirbt 1995. Das Anwesen ist aktuell in Besitz von Udo und Anita Richter. |
| Hausnummer 6 (erloschen, Dorfplatz) | ||
|---|---|---|
| vorher | Lt. einer Häuserbeschreibung von 1774 saß dort früher eine Familie Hoch, evtl. handelt es sich dabei um Franz und Barbara Hoch (Heirat 1719) | Korbmacher |
| 1752 | Deren Sohn Franz Hoch heiratet Maria Rebecca Merthan, Schneiderstochter aus Obermurach (Hs.-Nr. unbekannt). Franz stirbt 1752. | Schreiner |
| 1753 | Die Witwe Maria Rebecca Hoch, geb. Merthan heiratet den Tagelöhner Johann Frank aus Waidhaus. | Tagelöhner, später Korbmacher |
| 1758 | Auf dem Anwesen sitzen Georg Süß und seine Frau Elisabeth, geb. Mayer aus Nottersdorf. (Hausname 1761: Kuferbauer) | Bauer |
| 1792 | Peter Süß, Sohn von Georg und Elisabeth Süß heiratet Anna Maria Pfab, Schneiderstochter aus Ehenfeld. Das Anwesen hat er 1791 von der Mutter Elisabeth übernommen. (Hausname 1809: Süßenhöfl) | Bauer |
| 1821 | Margaretha Süß, Tochter von Peter und Anna Maria Süß, heiratet den Bauernsohn Johann Schmid aus Mitteraschau, sie übernehmen das Anwesen. Das Paar geht 1829 auf Hs.Nr. 15. | Häusler und ab 1825 Krämer (Süßenkramer!) |
| 1828 | Georg Hausknecht, Schneider aus Amberg und seine Frau Anna Barbara, geb. Stangl kaufen das Anwesen um 826 Gulden. Das Paar bewohnte seit 1819 Hs.Nr. 30 f (Burgareal). | Schneider |
| 1837 | Thomas Ringlstetter, Weber aus Eigelsberg heiratet Eleonore Hausknecht, die Tochter von Georg und Anna Barbara Hausknecht und erwirbt das Anwesen. (Hausname 1837: Süssenweber). | Weber |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. (s.a. Hs.Nr. 1) Brandentschädigung für Thomas Ringlstetter 1000 Gulden. | |
| 1862 | Johann und Katharina Hofbauer aus Hs.Nr. 4 kaufen das Anwesen. | Häusler und Tagelöhner |
| 1874 | Deren Tochter Katharina Hofbauer heiratet Wolfgang Schießl, Knecht aus Oberauerbach und sie übernehmen das Anwesen. Ein zweijähriger Sohn ertrinkt 1889 in einem Weiher. | Häusler und Tagelöhner |
| 1906 | Katharina Schiesl, deren Tochter, heiratet Paulus Herdegen, Schmiedsohn aus Voggendorf. Dieser errichtet auf den Anwesen eine Schmiede. Die Anwesensübergabe erfolgte 1905. | Schmied |
| 1939 | Deren Sohn Johann Herdegen übernimmt das Anwesen. Er heiratet Anna Schmitzer aus Pottenhof. Hausname „Schmie“ | Schmied |
| 1980 | Das Anwesen brennt vollständig ab. | |
| 1982 | Robert Herdegen, der Sohn von Johann und Anna Herdegen, siedelt aus auf die sog. „Trift“ (jetzt Hs.Nr. 30). Das Grundstück im Altort wird Anfang der 1990er Jahre zum Dorfplatz umgestaltet. | Bauer |
| Hausnummer 7 (jetzt 16) | ||
|---|---|---|
| 1725 | Johann Wolfgang Lindl heiratet Maria Margarethe Winklmann, Bauerntochter aus Niedermurach. | Schneider |
| 1768 | Johann Lindl, Sohn von Johann Wolfgang und Maria Margarethe Lindl heiratet Margarethe Schmid, Bauerntochter aus Mantlarn. (Hausname 1774: Lindlschneider) | Schneidermeister |
| 1800 | Franz Lindl, deren Sohn, heiratet Margarethe Vogl, Schmiedtochter aus Oberviechtach, das Anwesen hat er 1897 übernommen. Margarethe stirbt 1811. (Hausname 1809: Lindlschneidergütl) | Schneider |
| 1812 | Der Witwer Franz Lindl heiratet Barbara Schneider, Faßmacherstochter aus Fuchsberg. (Hausname 1840: Lindlschneiderbauer) | Schneider und Gemeindevorstand (1839) |
| 1842 | Anna Lindl, Tochter von Franz und Margarethe Lindl heiratet den verw. Bauern Stephan Meindl aus Hof. Stephan stirbt 1845. | Bauer |
| 1847 | Mathias Krämer aus Hs.Nr. 8 kauft das Anwesen von der Witwe Anna Meindl. | Bauer |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. (s.a. Hs.Nr. 1) Brandentschädigung für Mathias Krämer 1200 Gulden. | |
| 1861 | Michael Zenger aus Nabburg kauft das Anwesen um 4530 Gulden. | |
| 1862 | Johann Baptist Brunner (aus Konatsried) und seine Frau Margarethe, geb. Krämer, Schwester von Mathias Krämer, kaufen das Anwesen. Sie wohnten vorher auf Hs.Nr. 19. (Hausname: Amtsbotenbauer. Der Hausname wurde von Nr. 19 mitgenommen.) | Bauer |
| 1873 | Deren Tochter Katharina heiratet Johann Steger aus Pilchau und heiratet ihm das Anwesen an. Katharina stirbt 1879. | Bauer |
| 1879 | Der Witwer Johann Steger heiratet Anna Brunner, die Schwester seiner verstorbenen Frau. | Bauer |
| 1914 | Michael Steger, Sohn von Johann und Anna Steger übernimmt das Anwesen. Er heiratet Theresia Götz. Der einzige Sohn und Hoferbe Martin stirbt 1944 an der Kriegsfront. | Bauer und Bürgermeister (1934 – 1945) |
| 1949 | Die Tochter Maria Steger übernimmt das Anwesen. Sie heiratet Alois Biegerl. Alois stirbt 1969, Maria stirbt 2008. (Hausname Amtsbot) | Bauer |
| Deren Sohn Alois Biegerl übernimmt nach dem Tod seiner Mutter das Anwesen. Er heiratet Anita Meier. Das Ehepaar baut ca. 1990 ein neues Haus auf dem gegenüberliegenden Grundstück mit der ehemaligen Hs.Nr. 8. Das Anwesen Hs.Nr. 7 wird von Udo Richter jun. (aus alter Hs.Nr. 5) und seiner Frau Sabrina erworben und aktuell bewohnt. |
| Hausnummer 8 (jetzt 11) | ||
|---|---|---|
| 1741 | Auf dem Haus sitzen Balthasar Krämer und seine Frau Elisabeth. | Maurermeister |
| 1762 | Georg Krämer, Sohn von Balthasar und Elisabeth Krämer heiratet Barbara Mehrl, Bauerntochter aus Niedermurach. | Maurer |
| 1801 | Mathias Krämer, Sohn von Georg und Barbara Krämer heiratet Eva Elisabeth Schindler, Schneiderstochter aus Winklarn. Das Anwesen wurde 1800 übergeben. Elisabeth stirbt 1833.(Hausname 1809: Maurergütl) | Bauer |
| 1833 | Der Witwer Mathias Krämer heiratet Katharina Lehner, Bauerntochter aus Gutenfürst. (Hausname 1840: Maurerbauer) | Bauer |
| 1847 | Mathias Krämer, Sohn von Mathias und Elisabeth Krämer heiratet Margarethe Zinnbauer, Bauerntochter aus Nunzenried. Das Paar geht auf Hs.Nr. 7. | Bauer |
| 1855 | Anna Margarethe Brunner, geb. Krämer, Schwester von Mathias Krämer erwirbt das leerstehende Anwesen. Sie wohnt auf Hs.Nr. 19. Das Haus wird 1862 abgebrochen. | |
| 1873 | Deren Schwiegersohn Johann Steger aus Hs.Nr. 7 übernimmt das Grundstück. | |
| 1990 ca. | Alois Biegerl, Sohn von Alois und Maria Biegerl und Urenkel von Johann Steger aus Hs.Nr. 7, und seine Frau Anita erbauen ca. 1990 ein neues Haus und bewohnen es aktuell. |
| Hausnummer 9 (jetzt 14) | ||
|---|---|---|
| 1725 | Martin Hoch heiratet Anna Barbara Schwingl, Müllerstochter von Steinmühle. Martin stirbt 1742. | Korbmacher |
| 1742 | Die Witwe Anna Barbara Hoch, geb. Schwingl heiratet Felix Krieger aus Hs.-Nr. 11. Anna Barbara stirbt 1759. | Weber |
| 1758 | Johann Wolfgang Hoch, Sohn von Martin und Anna Barbara Hoch, heiratet Anna Maria Brezl, Weberstochter aus Oberviechtach. | Webermeister |
| 1792 | Maria Katharina Hoch, Tochter von Johann Wolfgang und Anna Barbara Hoch heiratet den Weber Johann Wolfgang Lindl und er übernimmt das Anwesen. Eine Abstammung desselben von Hs.-Nr. 7 ist nicht eindeutig feststellbar. Johann Wolfgangs Vater wird als Inwohner bezeichnet. Er könnte als Mitbewohner auf Hs.-Nr. 7, aber auch auf Hs.Nr. 11 gelebt haben. (Hausname 1809: Lixenhannswolf; Lix = Abkürzung von Felix (Krieger), Hanswolf evtl. Johann Wolfgang Hoch, eher von Johann Wolfgang Lindl.) | Weber |
| 1823 | Sebastian Lindl, deren Sohn übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1824 | Sebastian Lindl tauscht das Anwesen gegen Hs.Nr. 24 von Johann Bauer und seiner Frau Kunigunde ein. | Bauer |
| 1838 | Franz Xaver Bauer, Sohn von Johann und Kunigunde Bauer heiratet Theres Bauer, Metzgerstochter aus Oberviechtach und übernimmt das Anwesen. (Hausname 1840: Kleinwastlbauer) | Bauer |
| 1864 | Karl Bauer, deren Sohn, heiratet Katharina Albang, Wirtstochter von Obermurach. Er übernahm das Anwesen 1863. | Bauer |
| 1876 | Das Ehepaar Karl und Katharina Bauer gehen auf Hs.Nr. 24. Johann und Barbara Hartinger aus Hs.Nr. 15 b kaufen das Anwesen. Barbara stirbt 1876. (Hausname: Hejdwojara - Das Anwesen Nr. 15 b lag in der sog. Hudweide) | Bauer und Weber |
| 1877 | Johann Hartinger heiratet die Schusterswitwe Katharina Piehler. | Weber |
| 1889 | Johann Baptist Hartinger, Sohn von Johann Hartinger aus erster Ehe mit Barbara, heiratet Franziska Ruhland, Weberstochter aus Nottersdorf. Er übernahm das Anwesen 1887. | Weber |
| 1931 | Johann Baptist Hartinger, Sohn von Johann Baptist und Franziska Hartinger, erbt das Anwesen. Er überschreibt es später seiner unverheirateten Schwester Maria Hartinger und zieht aus Obermurach weg. | Bauer |
| 1944 | Johann Hartinger wird als unehelicher Sohn von Maria Hartinger geboren. Maria stirbt 1998. Johann übernimmt das Anwesen und bewohnt es bis zu seinem Tod 2025. Er bleibt unverheiratet und vererbt das Anwesen Willibald Pirzer aus Hs.Nr. 70, der es aktuell besitzt. (Hausname: Hejdwoiara) |
| Hausnummer 10 (jetzt 9) | ||
|---|---|---|
| 1714 | Auf dem Anwesen sitzen Johann Wolfgang Adlhard und seine Frau Magdalena. | Schmied und Bauer |
| 1742 | Georg Nikolaus Adlhard, Sohn von Johann Wolfgang und Magdalena Adlhard, heiratet Maria Anna Lössl, Hafnerstochter aus Oberviechtach. | Schmied |
| 1776 | Johann Michael Adlhard, Sohn von Georg Nikolaus und Maria Anna Adlhard, heiratet Maria Anna Schmaus, Schmiedtochter aus Trausnitz. | Schmied |
| 1802 | Katharina Adlhard, Tochter von Johann Michael und Maria Anna Adlhard, heiratet Georg Michael Winderl, Bauernsohn aus Grasdorf (Grassersdorf?) Sie übernehmen das Anwesen. (Hausname 1809: Schmidhof) | Schmied, reale Hufschmiede |
| 1838 | Andreas Winderl, deren Sohn heiratet Anna Markl, Bauerntochter aus Weichelau. Er übernahm das Anwesen 1835. (Hausname 1840: Schmid) | Schmied |
| 1855 | Das unbewohnte Anwesen wird von Johann Beck aus Hs.Nr. 12 gekauft. Das Haus wird 1869 abgebrochen. | Schmiedschneiderbauer |
| 2010 ca. | Christian Biegerl aus Forst b. Oberviechtach, Enkel von Alois und Maria Biegerl aus Hs.Nr. 7, und seine Frau Christina, geb. Ferstl aus Niesaß, erwerben das Grundstück. Sie bauen ein neues Haus und bewohnen es aktuell. |
| Hausnummer 11 (jetzt 10) | ||
|---|---|---|
| 1718 | Auf dem Anwesen sitzen Wolfgang Krieger und seine Frau Anna Maria. Wolfgang stirbt vor 1720. | Weber |
| 1720 | Die Witwe Anna Maria Krieger heiratet Johann Georg Lindl von Obermurach (Wo Johann Georg vorher wohnte, ist nicht sicher feststellbar, möglicherweise handelt es sich um einen Bruder von Johann Wolfgang Lindl aus Hs.-Nr. 7) | Weber |
| 1738 | Johann Wolfgang Krieger, Sohn von Wolfgang und Anna Maria Krieger heiratet Magdalena Ann (Jan?), Tagelöhnertochter aus Zeinried. Johann Wolfgang stirbt vor 1750. Sein Bruder Felix heiratet 1742 Anna Barbara Hoch aus Hs.Nr. 9. | Bauer |
| 1759 | Der Witwer Felix Krieger (der auf Hs.Nr. 9 eingeheiratet hatte) heiratet Maria Anna Lössl, Hafnerstochter aus Oberviechtach und übernimmt das Anwesen. Felix stirbt 1771. | Weber |
| 1772 | Die Witwe von Felix Krieger, Maria Anna, geb. Lössl, heiratet Johann Adam Lindl, der ebenfalls Witwer ist. (Auch hier ist eine Verwandtschaft zu Hs.-Nr. 7 nicht eindeutig feststellbar, aber möglich) Johann Adam stirbt 1775. | Weber |
| 1775 | Die Witwe Maria Anna Lindl, verw. Krieger, geb. Lössl heiratet Caspar Mayer aus Burkhardsrieth bei Pleystein. | Weber |
| 1794 | Sebastian Krieger, Sohn von Felix und Maria Anna Krieger, geb. Lössl, heiratet Elisabeth Beck, Schneiderstochter aus Obermurach Hs.-Nr. 12 und übernimmt das Anwesen. Sebastian stirbt 1816. (Hausname 1809: Liksenwastl; Lix: Abkürzung von Felix, Wastl: Abkürzung von Sebastian) | Weber |
| 1817 | Die Witwe Elisabeth Krieger heiratet Johann Rott aus Zeinried. Johann stirbt 1826 durch einen Blitzschlag. | Weber |
| 1830 | Joseph Krieger, Sohn von Sebastian und Elisabeth Krieger heiratet Sabina Zapf, Bauerntochter aus Stöcklhof und übernimmt das Anwesen. (Hausname 1830 Lixn-Weber) | Weber |
| 1858 | Deren Sohn Johann Krieger heiratet Christina Sturm, Bauerntochter aus Braunsried. Johann stirbt 1872. | Weber |
| 1871 | Brandunglück. Mathias Krieger erhält 1350 Gulden Brandentschädigung.8 | |
| 1872 | Mathias Krieger, sein Bruder, bisher wohnhaft in Kulz, erwirbt das Anwesen. Er ist in zweiter Ehe mit Barbara Schwindler, Müllerstochter von Kieselmühle verheiratet. Das Haus wird neu erbaut. | Weber und Wirt (1874 bis 1886) |
| 1886 | Theres Krieger, Tochter des Mathias Krieger aus 1. Ehe heiratet Johann Albang, Bauernsohn aus Höflarn. Sie übernehmen das Anwesen. Johann stirbt 1898 durch einen Sturz in der Scheune. | Bauer |
| 1899 | Die Witwe Theres Albang heiratet Michael Baier, Bauernsohn aus Nottersdorf. (Hausname: Lixn) | Bauer |
| 1901 | Georg Zimmermann und seine Frau Karolina, geb. Biegerl aus Hs.Nr. 20 kaufen das Anwesen. | Bauer |
| 1909 | Deren Sohn Adam Zimmermann heiratet Margarethe Härtl, Bauerntochter aus Obermurach 23. Das Anwesen übernahm er 1908. Margarethe stirbt 1916. | Bauer |
| 1919 | Der Witwer Adam Zimmermann heiratet Therese (?). Das Paar zieht 1931 nach Pertolzhofen. | |
| 1931 | Michael Ruhland aus Wagnern und seine Verlobte Barbara Boier kaufen das Anwesen. | |
| 1931 | Anton und Barbara Ferschl aus Katharinenthal kaufen das Anwesen. | |
| Deren Tochter Maria Ferschl heiratet Eugen Müller. Seit dem Tod von Maria Müller 1999 ist das Anwesen in Besitz von Eugen Müller und Rebecca Müller, Kinder von Maria und Eugen Müller. | (Maria betreibt von 1949 bis 1973 einen Krämerladen) |
| Hausnummer 12 (jetzt 9) und 12 ½ (jetzt 24) | ||
|---|---|---|
| Vor 1756 | Vermutlich wohnten auf dem Anwesen der Tagelöhner Martin Dörfler und seine Frau Sabine. | |
| 1756 | Barbara Dörfler, Tochter von Martin und Sabine Dörfler heiratet Vinzenz Bittner, Schneider aus Antelsdorf. Vinzenz stirbt 1773. | Schneider |
| 1773 | Die Witwe Barbara heiratet Johann Georg Beck aus Niesaß, Barbara stirbt vor 1780. | Schneider |
| 1780 | Der Witwer Johann Georg Beck heiratet Maria Ursula Adlhard, Schmiedtochter aus Wagnern. | Schneider |
| 1816 | Joseph Beck, Sohn von Johann Georg und Maria Ursula Beck, heiratet Maria Anna Härtl, Bauerstochter aus Leugas b. Wiesau (Nichte des Oberviechtacher Pfarrers Dr. Härtl) (Hausname 1809: Schmiedschneiderhof; Schmied = Bezugnahme zum benachbarten Schmiedeanwesen, 1847: Schmiedschneiderbauer) | Schneider und Gemeindevorsteher 1820 bis 1826 mehrmals genannt |
| 1832 | Brand im Anwesen. Joseph Beck erhält 20 fl Brandentschädigung.9 | |
| 1847 | Deren Sohn Johann Beck heiratet Katharina Zinnbauer, Bauerntochter aus Wagnern und übernimmt das Anwesen. | Gütler und Bürgermeister v. 1862 - 1865 |
| 1882 | Deren Sohn Joseph Beck übernimmt das Anwesen. | |
| 1883 | Sein Bruder Johann Beck kauft das Anwesen. Er heiratet Katharina Fischer aus Gaisthal. | Bauer |
| 1923 ca. | Josef Beck, Sohn von Johann und Katharina Beck heiratet Maria (?) und übernimmt das Anwesen. Er stirbt 1931. | Bauer |
| 1932 | Die Witwe von Josef Beck, Maria, heiratet Johann Gassner aus Pottenhof und heiratet ihm das Anwesen an. | Bauer und Gemeindekassier |
| Nach dem Tod von Johann Gassner 1984 steht das Haus leer, ca. 1990 wird es abgerissen. Das Grundstück wird von Adolf Härtl aus Schwandorf gekauft. Um etwa 2010 erwerben Christian und Christina Biegerl (s.Hs.Nr. 10) das Grundstück und besitzen es aktuell. | ||
| 1924 ca. | Michael Beck, Bruder von Josef Beck, errichtet auf den Stiegeläckern ein neues Anwesen mit der Hs.Nr. 12 ½. Er heiratet 1929 Margarethe Kraus. Der Urgroßvater von Margarethe, Kaspar Kraus, ein Hirtensohn und Spielmann aus Weidenthal, kaufte 1831 eine Wohnung im ehem. Pflegschloß (Burgareal10). Margarete, die in Hirschau geboren wurde, besaß dadurch das Heimatrecht in Obermurach, wo sie auch bei Pflegeeltern aufwuchs. (Hausname: Stieglbauer) | |
| Der Sohn von Margarethe und Michael Beck, Johann Beck, heiratet Erna Reiml aus Frauenhäusl. Deren Tochter Elisabeth Beck bewohnt mit Ehemann Anton Sarac aktuell das Anwesen mit alter Hs.Nr. 12 ½ jetzt Hs.Nr. 24. |
| Hausnummer 13 (jetzt 8) | ||
|---|---|---|
| 1749 | Georg Wolfgang Kraus heiratet Margarethe Schäffer, Bauerntochter aus Gartenried. Georg Wolfgang stirbt vor 1755. | Schneider |
| 1755 | Die Witwe Margarethe Kraus heiratet Georg Adam Dirnberger (Herkunft nicht bekannt). | Schneider |
| 1776 | Eva Magdalena Dirnberger, deren Tochter, heiratet Peter Weinfurtner aus Irlach. Sie erwerben das Anwesen. | Weber |
| 1807 | Deren Sohn Georg Weinfurtner übernimmt das Anwesen und heiratet Margaretha Elsner, Bauerntochter aus Nottersdorf. Margarethe stirbt 1845. Der Witwer Georg Weinfurtner heiratet Anna Zimmermann, Bauernwitwe aus Konatsried. (Hausname 1809: Schneideradlweber; Adl: Abkürzung von Adam) | Weber |
| 1832 | Brand im Anwesen. Georg Weinfurtner erhält 250 fl Brandentschädigung.11 | |
| 1835 | Christoph Hartinger, Neffe von Georg Weinfurtner, Weber aus Oberviechtach, kauft das Anwesen. (Seine Brüder Georg und Johann Hartinger saßen auf Hs.Nr. 15b, bzw. 9) Er heiratet im gleichen Jahr Katharina Winderl, Schmiedtochter aus Obermurach Nr. 10. Katharina stirbt 1872. (Hausname 1840: Schneideradlweber) | Weber |
| 1873 | Der Witwer Christoph Hartinger heiratet Margarethe Schneeberger, Häuslerstochter aus Obermurach Nr. 14. | Weber |
| 1868 | Johann Baptist Hartinger, Sohn von Christoph und Katharina Hartinger heiratet Anna Elsner, Bauerntochter aus Nottersdorf und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1884 | Johann und Katharina Fröhler aus Hs.Nr. 22 kaufen das Anwesen. Katharina stirbt 1891. | Weber |
| 1893 | Der Witwer Johann Fröhler heiratet Barbara Kraus, Bauerntochter aus Dieterskichen. | Gütler |
| 1895 | Joseph Fröhler, Sohn von Johann und Katharina Fröhler heiratet Margarethe Sorgenfrei, Weberstochter aus Schneeberg und übernimmt das Anwesen. | Gütler und Bürgermeister 1933 |
| 1942 ca. | Deren Sohn Karl Fröhler heiratet Margarethe Lindner und übernimmt das Anwesen. Karl stirbt 1979. | |
| Deren Sohn Josef Fröhler übernimmt das Anwesen und besitzt es aktuell. Er ist mit Anneliese, geb. Herdegen, verheiratet. | Maurer |
| Hausnummer 14 (jetzt 7) | ||
|---|---|---|
| 1714 | Auf dem Anwesen sitzen Johann Brunner und seine Frau Anna. | Weber |
| 1749 | Barbara Brunner, Tochter von Johann und Anna Brunner heiratet Johann Wolfgang Waltenberger, Weberssohn aus Weichelau. | Weber |
| 1780 | Andreas Waltenberger, deren Sohn, erwirbt das Anwesen und heiratet Eva Magdalena Bernhard, Bauerntochter aus Pirkhof. Andreas stirbt 1789. | Weber |
| 1792 | Die Witwe Eva Waltenberger heiratet Johann Adam Gradl aus Hs.-Nr. 4. | Zimmermann |
| 1808 | Mathias Waltenberger, Sohn von Andreas und Eva Waltenberger heiratet Anna Raith, Bauerntochter aus Braunsried, Mathias stirbt 1809. | Weber |
| 1810 | Die Witwe Anna Waltenberger heiratet Joseph Schneeberger, Schneider aus Wagnern und heiratet ihm das Anwesen an. (Hausname 1809: Waltenbergerhöfl) | Häusler |
| 1832 | Brand im Anwesen. Joseph Schneeberger erhält 250 fl. Brandentschädigung.12 | |
| 1848 | Lorenz Schneeberger, Sohn von Joseph und Anna Schneeberger, heiratet Karolina Schneider, Häuslerstochter aus Eigelsberg. (Hausname Waltenberger) | Gütler |
| 1895 | Barbara Schneeberger, deren Tochter heiratet Andreas Beer, Schneider aus Pissau. | Schneider |
| 1916 | Ein Josef Schneeberger übernimmt das Anwesen. Die Verwandtschaft ist unklar. | |
| 1930 | Michael und Anna Zeitler, geb. Süß, aus Dietersdorf kaufen das Anwesen. Sie bringen den Hausnamen „Vogl“ mit. | |
| Herbert und Ulrich, deren Söhne übernehmen das Anwesen. Ca. 1990 erwerben Franz und Elke Fehrenbach das Anwesen und bewohnen es bis 2002. Das Haus wird 2005 abgerissen. |
| Hausnummer 15a (jetzt 4) | ||
|---|---|---|
| 1730 | Ein Jäger Johann Bernhard wird genannt, er wohnt vermutlich in diesem Anwesen („das Jägerhaus“). | Jäger |
| 1762 | Auf dem Anwesen wohnen Johann Michael Urban und seine Frau Anna Maria, geb. Kraus aus Fuchsberg. | Jäger d. churf. Herrschaft |
| 1798 | Johann Wenzel Schedel von Greiffenstein, churfürstl. Pfleger erwirbt das Anwesen um 1000 Gulden. Seine Frau heißt Maria Barbara, geb. de Sutor, Professorentochter aus Ingolstadt. | Churfürstlicher Pfleger |
| 1803 | Josef Heldwein, ehem. Gerichtsdiener aus Hs.-Nr. 29 erwirbt das Haus. Seine Frau heißt Anna Eva, geb. Bauer, Gerichtsdienerstochter aus Eslarn. (Hausname 1809: Jägerhaus, 1830: Sepler, von Joseph Heldwein) | Ehem. Gerichtsdiener |
| 1829 | Johann Schmid, Krämer, aus Hs.Nr. 6 und seine Frau Margaretha, geb. Süß, kaufen das Anwesen. | Krämer |
| 1830 | Das Anwesen wird zertrümmert. Johann Schmid und seine Frau bauen die ehemalige Scheune mit Stall zu einem Wohnhaus um, es bekommt die Hs.Nr. 15 b. Xaver Heldwein, Sohn von Joseph und Eva Heldwein erwirbt das Wohnhaus. Xaver heiratet im gleichen Jahr Ursula Eckl, Maurerstochter von Obermurach Hs.Nr. 16. | Weber |
| ca. 1835 | Das Anwesen brennt ab. Xaver Heldwein erhält 900 fl. Brandentschädigung.13 | |
| 1857 | Karl Heldwein, Sohn von Xaver und Ursula Heldwein, heiratet Barbara Salomon, Bauerntochter aus Höflarn, und übernimmt das Anwesen. (Hausname Seplerweber) | Weber |
| 1872 | Sebastian Wild, Knecht aus Gartenried, kauft das Anwesen. Er heiratet Magdalena Elsner, Bauerntochter aus Hof. Hausname: Sepplwastl | Gütler |
| 1900 | Deren Sohn Georg Wild heiratet Mathilda Breitschafter aus Weiherhäusl und übernimmt das Anwesen. | Gütler |
| 1946 | Johann Wild, deren Sohn heiratet Margarethe Härtl, Bauerntochter aus Obermurach Nr. 23 und übernimmt 1950 das Anwesen. | |
| 1975 | Deren Sohn Johann Wild heiratet Martha Lesser aus Weiding und übernimmt das Anwesen. Ihre Tochter Ulrike und Schwiegersohn Christian Bindl besitzen das Anwesen aktuell. |
| Hausnummer 15 b (erloschen) | ||
|---|---|---|
| 1830 | Johann Schmid und seine Frau Margaretha, geb. Süß, errichten aus der ehemaligen Scheune mit Stall von Hs.Nr. 15 a ein Wohnhaus. Margaretha stirbt 1937. (Hausname: Süßnkramer, er wohnte bis 1829 im „Süßnhöfl“ Hs.Nr. 6.) | Krämer |
| ca. 1833 | Das Anwesen brennt ab. Johann Schmid erhält 450 Gulden Brandentschädigung.14 | |
| 1837 | Adam Hutter aus Dietersdorf ersteigert das Anwesen um 500 Gulden. | |
| 1840 | Michael Roth aus Zeinried kauft das Haus. Er ist mit Barbara, geb. Grünbauer, Meßnerstochter aus Niedermurach verheiratet. Michael stirbt 1842. Johann Schmid und seine zweite Frau Theresia, geb. Neuber, wohnen weiter als Inwohner in diesem Haus. |
Tagelöhner |
| 1842 | Die Witwe Barbara Roth heiratet Georg Hartinger aus Oberviechtach und heiratet ihm das Haus an. (s.a. Hs.Nr. 13) | Maurer |
| 1858 | Johann Hartinger, Bruder von Georg Hartinger kauft das Anwesen. Er heiratet Barbara Brunner, Tagelöhnerstochter aus Obermurach Hs.Nr. 22. Barbara stirbt 1876. Johann Hartinger geht 1876 auf Hs.Nr. 9. | Weber |
| 1876 | Joseph Meier, Weber aus Obermurach, (früher Hs.Nr. 1) kauft das Anwesen. Er heiratet im selben Jahr Theresia Krieger, Weberstochter von Obermurach Hs.Nr. 11. | Weber |
| 1882 | Michael Meier, Brunder von Joseph Meier, kauft das Anwesen. Er ist mit Barbara, geb. Hauser, Häuslerstochter aus Niedermurach, verheiratet und wohnte bisher im Burgareal (verm. 30 f). | Schuster |
| 1902 | Dessen Tochter Barbara Meier übernimmt das Anwesen. | |
| 1907 | Das Anwesen wird von der Gemeinde Obermurach für 340 Mark gekauft. 1908 erwirbt Johann Baptist Hartinger aus Hs.Nr. 9 das Anwesen. Das Haus wird abgebrochen. |
| Hausnummer 16 (jetzt 5) | ||
|---|---|---|
| 1806 | Wolfgang Schneeberger verkauft lt. Kaufbrief vom 6. Februar sein Tripfhäusl an Wolf Salomon, Bauer von Obermurach Haus-Nr. 27, um 700 Gulden. Auch ein Johann Zweck wird als Vorbesitzer genannt. | |
| 1807 | Georg Eckl, Tagelöhner aus Sallach, kauft das Anwesen um 700 Gulden. Er ist verheiratet mit Margarethe, geb. Zimmermann aus Wagnern. (Hausname: Schrottenhäusl) | Tagelöhner und Maurer |
| 1818 | Deren Sohn Michael Eckl heiratet Anna Maria Eckl, Schneiderstochter aus Pertolzhofen und übernimmt das Anwesen. Anna Maria stirbt 1835.(Hausname: Schrottenmaurer) | Schuster |
| 1832 | Das Anwesen brennt ab. Michael Eckl erhält 600 fl. Brandentschädigung.15 | |
| 1836 | Der Witwer Michael Eckl heiratet 1836 Barbara Stangl, Maurerstochter aus Wernberg. Barbara stirbt 1857. Der Witwer Michael Eckl heiratet 1865 Viktoria Piehler, Schusterstochter aus Obermurach Hs.Nr. 17. | Schuster |
| 1844 | Katharina Eckl, Tochter von Michael und Anna Maria Eckl, heiratet Michael Albang, Bauernsohn aus Dietersdorf. Sie übernehmen das Anwesen im gleichen Jahr. (Hausname 1840: Schrottenmaurer) | Schuster |
| 1847 | Anton Reichert, Tagelöhner aus Bach kauft das Anwesen. Er heiratet im gleichen Jahr Barbara Roiger, Bauerntochter aus Nottersdorf. | Tagelöhner |
| 1853 | Michael Balk, Schusterssohn aus Prackendorf kauft das Anwesen. Er heiratet im gleichen Jahr Katharina Eibl, Häuslerstochter aus Pottenhof. Katharina stirbt 1866. | Tagelöhner |
| 1866 | Der Witwer Michael Balk heiratet Magdalena Rückl, Häuslerstochter aus Ödmiesbach. | Tagelöhner |
| 1877 | Johann Baptist Weiherer, ehem. Knecht aus Weichelau, erwirbt das Anwesen. Er ist verheiratet mit Franziska Beck, Häuslerstochter aus Niesaß. Weiherer war bisher Hirte und wohnte im Hirten- bzw. Armenhaus Obermurach Nr. 19. | Häusler und Hirt |
| 1902 | Deren Sohn Josef Weiherer übernimmt das Anwesen. Er erwirbt auch das Anwesen Hs.-Nr. 29, somit befinden sich beide Anwesen in einer Hand. Er läßt das Haus auf Nr. 29 abreißen. | Eisenwarenhändler in Frankfurt |
| 1907 | Karl und Therese Haller erwerben beide Anwesen. | Tagelöhner und Fluraufseher |
| 1913 | Die Hinterbliebenen von Karl Haller verkaufen die beiden Anwesen an die Gemeinde Obermurach. | |
| 1914 | Durch Grundstückstausch erwirbt Peter Gradl beide Anwesen. Er wohnte bisher mit seiner Frau Katharina, geb. Reichenberger im Burgareal Hs.Nr. 30 d (der Hausname Kaiser, nach dem Vorbesitzer, wurde von dort mitgebracht). Peter stirbt 1938. | Häusler |
| 1945 | Die Witwe Katharina heiratet Michael Leibl aus Gartenried und überschreibt ihm 1947 das Anwesen. | |
| 1950 ca. | Hubert Hroch aus dem Sudetenland, und seine Frau Ludowika, geb. Mehltretter aus Winklarn, kaufen das Anwesen. (Hausname Schuster, nach dem erlernten Beruf des Besitzers) Ludowika stirbt 2018, Hubert stirbt 2023 im Altenheim. | |
| 2015 | Waltraud Smiltniek, jetzt Platzer, kauft das Haus und besitzt es aktuell. |
| Hausnummer 17 (jetzt 35) | ||
|---|---|---|
| 1768 | Johann Pieler, Bauernsohn aus Dietersdorf heiratet Eva Hoch, Korbmacherstochter von Obermurach Hs.-Nr. 9. Er kauft 1768 für 40 Gulden ein Tagwerk Grund „von der hiesig churfürstl. Hutweide zu Bauung eines Häusels“. Eva stirbt 1785. | Maurer |
| 1785 | Der Witwer Johann Pieler heiratet Barbara Brunner, Bauerntochter aus Obermurach Hs.Nr. 24. | Maurer |
| 1794 | Wolfgang Pieler, Sohn von Johann und Eva Pieler, geb. Hoch, heiratet Elisabeth Hafenreither, Nagelschmiedtochter aus Neunburg v.W. Das Anwesen übernahm er 1792. (Hausname 1809: Steinhäusl; das Flurstück, auf dem das Anwesen steht, hieß Steinlohe) | Schuster |
| 1834 | Deren Sohn Joseph Piehler heiratet Margarethe Männer, Bäckerstochter aus Neunburg v.W. und übernimmt das Anwesen. Joseph stirbt 1845. (Hausname 1840: Steinschuster) | Schuster |
| 1849 | Die Witwe Margarethe Piehler heiratet Joseph Schmidschneider, Häuslerssohn aus Gleiritsch und heiratet ihm das Anwesen an. | Häusler |
| 1865 | Johann Baptist Piehler, Sohn von Joseph und Margarethe Piehler, bzw. Stiefsohn von Joseph Schmidschneider, übernimmt das Anwesen. | |
| 1867 | Andreas Hanauer, Schreiner aus Oberviechtach kauft das Anwesen. Er heiratet im gleichen Jahr Margarethe Zwack, Weberstochter aus Nunzenried. Die Familie stellt am 31.03.1869 Antrag auf Auswanderung nach Amerika. | Schreiner |
| 1869 | Joseph Hanweck (auch Hanbeck) aus Eigelsberg kauft das Anwesen. Er ist mit Ursula, geb. Eckl verheiratet, Tochter von Georg und Margarethe Eckl aus Hs.Nr. 16. Ursula stirbt 1872. (Hausname: Bales von Paulus Zapf, dem Vorbesitzer des Eigelsberger Anwesens) | Zimmermann |
| 1873 | Der Witwer Joseph Hanweck heiratet Anna Maria Kiener, Bauerntochter aus Rottendorf. | Zimmermann |
| 1895 | Joseph Schmidhuber, Weberssohn aus Obermurach Hs.Nr. 18, erwirbt das Anwesen. Er heiratet Anna Hanweck, geb. Maier, die Witwe von Christian Hanweck, dem Bruder von Joseph Hanweck. | Gütler |
| 1898 | Das Anwesen brennt zusammen mit Hs.Nr. 18 nach einem Blitzschlag ab16. Die Brandentschädigung beträgt für Josef Schmidhuber 967 Mark. | |
| 1910 | Karl Hanweck, Sohn von Christoph und Anna Hanweck heiratet Theres Maderer aus Bach. Er erwarb 1909 das Anwesen. | Obstbaumwart |
| 1949 ca. | Deren Sohn Johann Hanweck heiratet Anna Graf aus Sallach und übernimmt das Anwesen. | |
| Josef Hanweck, deren Sohn übernimmt das Anwesen. Er ist mit Petra, geb. Frank, aus Schönsee verheiratet. Deren Sohn Thomas Hanweck baut 2011 ein neues Haus auf dem Grundstück (jetzt Hs.Nr. 35a). Thomas besitzt derzeit auch das Anwesen mit der ehem. Hs.Nr. 17 |
| Hausnummer 18 (jetzt 33) | ||
|---|---|---|
| 1752 | Georg Nikolaus Groß, Inwohnerssohn aus Niedermurach, heiratet Maria Anna Knopfschmied, Gerichtsdienerstochter aus Obermurach und wohnt als „Inwohner„ (Mieter) in Obermurach (Hs.Nr. ist unbekannt). 1768 erwirbt er den Grund in der Steinlohe. Wann der Hausbau erfolgt, ist nicht bekannt. | Inwohner und Tagelöhner |
| 1780 | Thomas Groß, deren Sohn, heiratet Maria Lebegern, Tagelöhnerstochter aus Fuchsberg. (Hausname 1809: Steinhäusl, s.a. Hs.Nr. 17) s.a. Hs.Nr. 18 1/2 | Tagelöhner, auch Fleischhauer und Krämer |
| 1817 | Das Anwesen brennt ab. Thomas Groß erhält 500 Gulden Brandkostenentschädigung17. | |
| 1823 | Thomas Groß tauscht sein Anwesen mit Wolfgang Schmidhuber, Schneiderssohn aus Irlach, der bisher auf Nr. 30c (Burgareal) wohnte.18 Wolfgang ist mit Barbara, geb. Gebhard, Weberstochter aus Zengeröd verheiratet. Er stirbt vor 1834. | Tagelöhner |
| 1834 | Die Witwe Barbara Schmidhuber heiratet den Witwer Johann Schmid und heiratet ihm das Anwesen an. Hausname 1835: Müller, 1840 Hennernikelmüller (Nickl von Nikolaus Groß) | Müller und Tagelöhner |
| 1847 | Georg Schmidhuber, Sohn von Wolfgang und Barbara Schmidhuber, heiratet Margarethe Schöberl, Gütlerstochter aus Eigelsberg und übernimmt das Anwesen. Margarethe stirbt 1879. Der Witwer heiratet 1881 Franziska Maier (Hofbauer), Inwohnerstochter aus Obermurach 30 e, nach deren Tod 1884 heiratet er 1885 Barbara Baier, Inwohnerin von Hs.Nr. 30 l. | Weber |
| 1872 | Johann Schmidhuber, Sohn von Georg und Margarethe Schmidhuber heiratet Katharina Walbrun aus Pottenhof und übernimmt das Anwesen. | Weber |
| 1898 | Das Anwesen brennt nach einem Blitzschlag ab, zusammen mit Hs.Nr. 17.19 Johann Schmidhuber erhält 899 Mark Brandentschädigung. | |
| 1909 | Michael Schmidhuber, Sohn von Johann und Katharina Schmidhuber, übernimmt das Anwesen. | |
| 1910 | Johann Rötzer aus Rötz kauft das Anwesen und verkauft es im gleichen Jahr weiter an Joseph und Margarethe Beck (aus Hs.Nr. 12?) | |
| 1912 | Johann und Barbara Bauer kaufen das Anwesen. | |
| 1914 | Johann Baptist und Franziska Ring kaufen das Anwesen. (Hausname Hennermüllner) | |
| 1936 | Deren Sohn Georg Ring heiratet Katharina Hauser aus Oberkonhof. Katharina stirbt 1939. Der Witwer Georg Ring heiratet ca. 1940 Anna (N?). Diese Ehe wird geschieden. Ca. 1948 heiratet der Witwer Georg Ring Emma Ellmann und übernimmt das Anwesen. Georg stirbt ca. 1959. | |
| 1965 ca. | Horst Ellmann, Sohn von Emma Ellmann heiratet Elisabeth Mösbauer aus Eigelsberg und übernimmt das Anwesen. Elisabeth stirbt 1998. Das Anwesen befindet sich aktuell in Besitz von Horst Ellmann. (Hausname: Ring) |
| Hausnummer 18 ½ (jetzt 21) | ||
|---|---|---|
| 1818 | Thomas Groß aus Hs.Nr. 18 (s. dort) erwirbt 1803 den Grund, eine Hudweide, von Josef Heldwein. Ursprünglich gehörte das Areal zum Pflegschloß Murach. Vermutlich nach einem Brand auf seinem Haus (Nr. 18) im Jahr 1817 errichtet er hierauf im Jahr 1818 ein notdürftiges Häuschen20. Thomas Groß erwirbt 1823 durch Tausch seines Anwesens Nr. 18 mit Wolfgang Schmidhuber eine Wohnung im ehem. Pflegschloß Hs.Nr. 30 c. Vermutlich nach 1825, als diese Wohnung weiterverkauft wird, zieht Groß wieder nach 18 ½. Er stirbt 1828. | Tagelöhner |
| 1830 | Barbara Groß, Tochter von Thomas und Maria Groß, übernimmt das Anwesen von ihren Geschwistern.21 Barbara stirbt 1851. Hausname 1840: Hennernickl-Waberl (Waberl von Barbara) Hausname bzw. Hennernicklgütl (Nikl von Nikolaus Groß, Vater von Thomas Groß) | Tagelöhnerstochter |
| 1851 | Johann Baptist Groß, illegitimer Sohn von Barbara Groß und Sebastian Kellner aus Hs.Nr. 29 übernimmt das Anwesen. Er bleibt unverheiratet und stirbt 1863 im Armenhaus Nr. 19. | Maurergehilfe |
| 1851 | Stephan Ried, Schmiedsohn aus Oberviechtach erwirbt das Anwesen. Er ist verheiratet mit Ursula, geb. Bauer (bzw. Eckl), Zimmergesellentochter von Obermurach Hs.Nr. 30 d (Burgareal), wo das Paar bisher wohnte (Hausname: Neuschmied-Steffl) | Schmied |
| 1857 | Michael Ried, deren Sohn übernimmt das Anwesen. | |
| 1861 | Michael Pronold aus Tiefenbach und seine Frau Margarethe, geb. Kunsteiger aus Irlach22, ersteigern das Anwesen um 900 Gulden. | Weber und Mühlgeselle |
| 1871 | Simon Pronold, deren Sohn heiratet Margarethe Hofbauer, Häuslerstochter aus Obermurach Hs.Nr. 6, und übernimmt das Anwesen. Sie bauen 1880 ein neues Wohnhaus. Margarethe stirbt 1895. | Weber |
| 1896 | Der Witwer Simon Pronold heiratet die Witwe Barbara Pösl aus Eigelsberg. | Weber |
| 1907 | Wolfgang Pronold, Sohn von Simon und Margarethe Pronold heiratet Maria Groß, Häuslerstochter aus Eigelsberg und übernimmt das Anwesen. Der vorgesehene Hoferbe Josef Pronold wird nach dem Kriegseinsatz seit 1945 vermisst. | Gütler und Steinhauer |
| 1952 | Klara Pronold, Tochter von Wolfgang und Maria Pronold heiratet Anton Ernstberger, Bauernsohn aus Helmbrechts und heiratet ihm das Anwesen an. Sie bauen 1963 ein neues Wohnhaus. (Hausname: Pronold) | Lagerarbeiter |
| 1982 | Deren Tochter Hedwig Ernstberger heiratet Rudolf Pamler, aus Pertolzhofen. Beide besitzen das Anwesen aktuell. | |
| Elfriede Ernstberger, verh. Heindl, Tochter von Anton und Klara Ernstberger und Schwester von Hedwig Pamler, baut 1984 mit Ehemann Andreas (+1994) in Obermurach neu (jetzt Hs.Nr. 37) |
| Hausnummer 19 (erloschen) | ||
|---|---|---|
| vorher | Auf dem Anwesen sitzen Mathias Schmid und seine Frau Anna. | Amtsbote |
| 1725 | Johann Georg Schmid, Sohn von Mathias und Anna Schmid heiratet Elisabeth Hammerer, Schneiderstochter aus Obermurach, Hs.Nr. 3. | Amtsbote |
| 1756 | Anna Margarethe Schmid, deren Tochter, heiratet Johann Wolfgang Märkl (Markl), Bauernsohn aus Dietersdorf. Anna Margarethe stirbt 1771. | Amtsbote |
| 1773 | Der Witwer Johann Wolfgang Märkl heiratet Katharina Domayer, Bauerntochter aus Denglarn. | Amtsbote |
| 1791 | Johann Markl (Märkl), Sohn von Johann Wolfgang und Anna Margarethe Märkl (Markl), heiratet Margarethe Reger, Schmiedtochter aus Schönsee und übernimmt das Anwesen. Johann stirbt 1802. | Amtsbote |
| 1800 | Brand nach einem Blitzschlag. Märkl erhält 50 fl. Brandentschädigung.23 (s.a. Hs.Nrn 20, 21 und 22) | |
| 1802 | Die Witwe Margarethe Markl heiratet Michael Werner, Weberssohn aus Kühried, und heiratet ihm das Haus an. Michael stirbt 1810 (Hausname .1809: Amtsbot, dieser Name wird auch schon 1774 genannt) | Amtsbote (bis Ende 1802) und Weber |
| 1810 | Die Witwe Margaretha Werner, geb. Reger, verw. Markl, heiratet Michael Köppl, Bauernsohn aus Dienersdorf. | Weber |
| 1834 | Maria Katharina Werner, die Tochter von Michael und Margarethe Katharina Werner, heiratet Engelbert Härtl und heiratet ihm das Anwesen an. Das Paar lebt auf Hs.Nr. 23. Die beiden Anwesen sind somit in einer Hand. Evtl. wurde das Anwesen Nr. 19 vermietet. (Hausname 1840: Amtsbothenbauer) | Bauer |
| 1841 | Johann Baptist Brunner, Häuslerssohn aus Konatsried heiratet Margarethe Krämer, Häuslerstochter aus Obermurach Hs.Nr. 8. Sie kaufen das Anwesen Nr. 19. Das Paar zieht 1862 auf Hs.Nr. 7 (und nimmt den Hausnamen mit). | Bauer |
| 1862 | Die Gemeinde Obermurach erwirbt das Anwesen für 155 Gulden und baut das Wohnhaus aus zum Armen- und Hirtenhaus. Im gleichen Jahr heiratet Herrmann Leonhard, Viehhirt aus Trefnitz, Barbara Kraus, Hirtentochter aus Obermurach Hs.Nr. 30 h (Burgareal). Er wird 1863 auf diesem Anwesen genannt. | Hirte |
| 1872 | Johann Baptist Weiherer sitzt als Hirt auf Hs.Nr. 19. Er erwirbt 1877 Hs.Nr. 16. | Hirte |
| 1877 | Die ledige Barbara Gradl aus Hs.Nr. 4 sitzt mit Kindern als Insassin im Armenhaus24. Sie geht 1886 auf Nr. 30 d. (sog. „Kaiserhaus“ im Burgareal). Ihr Sohn Peter Gradl sitzt ab 1914 auf Hs.Nr. 16. | Arme Insassin |
| 1878 | Ein Hirt Josef Messerer wird genannt. Die Namen aller Hirten und Insassen von 1862 bis 1918 sind nicht bekannt. | Hirte |
| 1891 | Eine 93jährige Insassin Meindl wird genannt. Vermutlich besteht eine Verwandschaft zur Fam. Meindl, die früher in Hs.Nr.7 lebte.25 | Arme Insassin |
| Das Haus wird 1918 abgerissen. Das Areal, auf dem es stand, gehört heute zu Hs.Nr. 23. (Flurname Hütgarten) |
| Hausnummer 20 (erloschen) | ||
|---|---|---|
| Um 1746 | Auf dem Anwesen sitzen Erhard Neukamb und seine Frau Magdalena, geb. Hoch. Erhard stirbt 1754. | |
| 1757 | Die Witwe Magdalena Neukamb heiratet Paul Wilhelm, Bauernsohn aus Fuchsberg. Die 5 Kinder des Paares versterben vor Erreichen des Erwachsenenalters. | Tagelöhner |
| 1772 | Wolfgang Saller, Bauernsohn aus Lind heiratet Margarethe Schmid, Bauerntochter aus Obermurach, Hs.Nr. 25. | Krämer/Salzhändler |
| 1788 | Andreas Schneeberger, Bauernsohn aus Sallach heiratet Katharina Schmid, Bauerntochter aus Obermurach, Hs.Nr. 25, die Schwester von Margarethe Saller, geb. Schmid. Das Paar hat keine Kinder. | Tagelöhner |
| ca. 1800 | Brand im Anwesen. Wolfgang Saller, Inwohner, erhält eine „mildtätige Spende“ von 10 fl als Brandleider.26 (s.a. Hs.Nr. 21) | |
| 1806 | Johann Baptist Saller, Sohn von Wolfgang und Margarethe Saller, heiratet Elisabeth Luber, Bauerntochter aus Dienersdorf und kauft das Haus. Alle fünf Kinder des Paares sterben im Kleinkindalter. Margarethe stirbt 1822. (Hausname 1809: Salzwolf, von Wolfgang Saller, der Salzhandel betrieb) | Schuster |
| 1822 | Der Witwer Johann Baptist Saller heiratet Barbara Graf, Bauernwitwe aus Wildeppenried. (Hausname 1840: Wolfenschuster) | Schuster |
| 1842 | Anna Barbara Saller, Tochter von Johann Baptist und Elisabeth Saller, heiratet Johann Bücherl, Schneidermeister aus Kemnath bei Fuhrn und heiratet ihm das Anwesen an. | Schneider und Gemeinde- schreiber (1842 bis 1867) |
| 1872 | Deren Tochter Karolina Bücherl heiratet Georg Zimmermann, Bauernsohn aus Wildeppenried. Ihr Sohn Johann Baptist wird 1899 zum Priester geweiht. 1901 geht das Paar auf Hs.Nr. 11. | Gütler |
| 1902 | Das Haus wird abgerissen. |
| Hausnummer 21, Gemeinde- bzw. Hirtenhaus (erloschen) | ||
|---|---|---|
| Das Anwesen befindet sich seit „unfürdenklichen Zeiten“ im Besitz der Dorfgemeinschaft. Als Hirten (1713 bis 1864) werden in der Pfarrmatrikel nachfolgende Personen benannt. Es ist nicht feststellbar, ob sie tatsächlich alle im Hirtenhaus wohnten. Um 1800 ereignete sich ein Brandunglück nach Blitzschlag, das die Hausnummern 19, 20, 21 und 22 betraf. | ||
| 1713 | Sebastian Bauer und Ehefrau Ánna | Viehhirte |
| 1718 | Georg Bauer und Ehefrau Anna | Hirte |
| 1717 | Thomas Schmid und Ehefrau Anna | Schweinehirt |
| 1731 | Derselbe Thomas Schmid, Witwer, heiratet Elisabeth Albang, Tagelöhnerstochter aus Nottersdorf | Hirte |
| 1736 | Wolfgang Glaser und Ehefrau Margaretha | Hirte |
| 1762 | Georg Ann (oder Jan) heiratet Anna Schnellbiel, Musikantentochter aus Schatzendorf | Schinder und Viehhirte |
| 1772 | Johann Georg Tischler und Ehefrau Elisabeth, geb. Kremer aus Treffelstein (wohnt 1775 nachweislich im Gemeindehaus) Der Hirte Georg Tischler sowie „dessen beiden Viehmägde“, erhalten um 1800 eine „mildtätige Spende“ von 9 fl als Brandleider.27 | Hirte |
| 1776 | Andreas Pusch und Ehefrau Anna Maria, geb. Grassl, Tochter der ledigen Inwohnerin Katharina Grassl aus Pertolzhofen | Hirte |
| 1782 | Paul Freller und Ehefrau Margarethe, geb. Mayhofer, Hirtentochter aus Wagnern | Viehhirte |
| 1790 | Mathias Tischler und Ehefrau Margarethe, verw. Eser | Abdecker |
| 1792 | Thomas Jan und Ehefrau Elisabeth, geb. Freller, Hirtentochter aus Rottendorf | Hirte |
| 1801 | Adam Tischler und Ehefrau Eleonore, geb. Eisinger, Hirtentochter aus Pertolzhofen. Vermutlich eine Verwandte, Theresia Eisinger mit ihren unehelichen Kindern wohnte in der Zeit von 1831 bis 1845 noch in diesem Anwesen. | Hirte |
| 1840 | Ein Gemeindebackofen wird auf diesem Anwesen genannt. 1864 wird ein neues Hirtenhaus auf Hs.Nr. 19 eingerichtet. | |
| 1894 | Das Gebäude wird 1894 abgebrochen. | |
| ca. 1933 | Ein Glockenhäusl wird anstelle des Gemeindebackofens errichtet. 1994 wird das Glockenhäusl saniert und mit elektr. Geläut ausgestattet. |
| Hausnummer 22 (erloschen) | ||
|---|---|---|
| 1778 | Auf dem Anwesen sitzen Anton Stelzl und seine Ehefrau Barbara, geb. Schwabl, Schreiberstochter von Wildeppenried. | Schreiber (Amtsschreiber) |
| ca. 1800 | Brandunglück (s.a. Hs.Nr. 19, 20 und 21)28 | |
| 1802 | Georg Brunner aus Obermurach Hs.Nr. 5 heiratet Magdalena Österer, Maurerstochter aus Teunz. Er kaufte das Anwesen 1801 als Brandstatt. Ihre 5 Kinder versterben im Kindesalter. Magdalena stirbt 1815. (Hausname 1809: Brunnerhäusl) | Bauer |
| 1815 | Der Witwer Georg Brunner heiratet Margarethe Pösl, Inwohnerstochter aus Katzelsried b. Thanstein. | Häusler |
| 1830 | Georg Paul Dirschwigl Hirtensohn aus Oberkatzbach heiratet Eva Katharina Forster, Bauerntochter aus Bach. Er erwarb 1829 das Anwesen. | Wagner, Flur- und Waldaufseher |
| 1839 | Michael Fröhler, Hirtensohn aus Antelsdorf, heiratet Katharina Markl, Häuslerstochter aus Eigelsberg und kauft das Anwesen. Katharina stirbt 1842. (Hausname: Wagner) | Häusler |
| 1842 | Der Witwer Michael Fröhler heiratet Elisabeth Hanauer, Häuslerstochter aus Eigelsberg. | Häusler |
| 1870 | Deren Sohn Johann Fröhler übernimmt das Anwesen. Er heiratet Katharina Krieger, Weberstochter aus Obermurach Hs.Nr.11. 1884 geht das Paar auf Hs.Nr. 13 | Weber |
| 1886 | Margarethe Schmidhuber aus Hs.Nr. 18 kauft das Anwesen. | |
| 1894 | Margaretha Fröhler, Häuslerstochter aus Obermurach (genaue Verwandtschaft ungeklärt) erwirbt das Anwesen. | |
| 1898 | Elisabeth, deren Tochter heiratet Johann Süß, Schreiner aus Rottendorf, der das Anwesen erwirbt. | Schreiner |
| 1918 | Adam und Therese Zimmermann aus Hs.Nr. 11 erwerben das Anwesen. | |
| 1918 | Die Gemeinde Obermurach erwirbt das Anwesen und errichtet darauf ein Hirten- und Armenhaus. | |
| 1924 | Als Gemeindehirt wird Joseph Bernklau genannt. Eine Verwandtschaft zur Familie Bernklau im Burgareal (Hs.Nr. 30 d) ist unklar. Die Familie soll angeblich später nach Weiden gezogen sein.29 | Hirte |
| 1925 | Als Insasse wird Georg Ringlbauer, gen. Melber-Girgl, früher Hs.Nr. 30 a (Burgareal), genannt.30 | Armer Insasse |
| Ab den 1930er Jahren bewohnt die Familie Steindl (angebl. aus Niesaß) das Anwesen bis in die 1950er Jahre. Ein Sohn der Familie, Josef Steindl heiratet Margarethe Schlehuber und baut 1937 ein neues Haus an der Straße nach Oberviechtach (alte Hs.Nr. 36, jetziger Inhaber Alexander Lintl, jetzt Hs.Nr. 66). 1934 wird ein Josef Baier als Inwohner genannt. | ||
| 1960 ca. | Das Haus wird abgerissen. Auf einer Teilfläche des Anwesens wird 1963 das Feuerwehrhaus erbaut. |
| Hausnummer 23 (jetzt 17) | ||
|---|---|---|
| 1717 | Auf dem Anwesen sitzen Johann Meindl und seine Frau Katharina. | Bauer |
| 1738 | Anna Katharina Meindl, deren Tochter heiratet Johann Thomas Albang, Wirtssohn von Obermurach Hs.Nr. 2. 1800 stirbt der letzte von ihren vier Söhnen. | Bauer |
| ca. 1785 | Maria Magdalena Albang, deren Tochter, übernimmt mit Ihrem Ehemann Sebastian Schmidl (Herkunft nicht bekannt) das Anwesen. Katharina stirbt 1792. | Bauer |
| 1792 | Der Witwer Sebastian Schmidl heiratet Theresia Wilholm, Bauerntochter aus Niedermurach. (Hausname 1809: Meindlwastl) | Bauer |
| 1814 | Johann Wolfgang Schmidl, Sohn von Sebastian und Maria Magdalena Schmidl, heiratet Maria Eva Härtl, Bauerntochter aus Leugas bei Wiesau. Maria Eva ist die Schwester von Maria Ursula Härtl. (s. Hs.Nr. 12) (Hausname 1834: Meindl) | Bauer |
| 1834 | Engelberg Härtl, Halbbruder von Maria Eva Schmiedl, heiratet Katharina Werner, Tocher von Michael und Margarete Werner von Hs.Nr. 19 und übernimmt das Anwesen von seinem Schwager. Er erwirbt auch das Anwesen Hs.Nr. 19. | Bauer und Bürgermeister (1849,1851,1855 und 1857 genannt) |
| 1867 | Johann Nepomuk Härtl, deren Sohn heiratet Barbara Baumer, Bauerntochter aus Obermurach Hs.Nr. 5. Johann stirbt 1831. | Bauer und Bürgermeister (1876 bis 1880) |
| 1910 | Deren Sohn Johann Nepomuk Härtl heiratet Anna Krämer aus Ziegelhaus und übernimmt das Anwesen. Beide sterben 1831. | Bauer |
| 1932 | Deren Sohn Johann Härtl erbt das Anwesen. Die Kinder stehen unter Vormundschaft von Johann Lintl. Johann Härtl und sein einziger Bruder Josef sterben 1943 an der Front im 2. Weltkrieg. | Bauer |
| 1950 | Franziska Härtl, ihre Schwester, heiratet Michael Rupp aus Brandhäuser. Michael stirbt 2003. | Bauer |
| Deren Sohn Michael Rupp übernimmt das Anwesen. Nach seinem Tod 2022 erben seine Söhne Michael und Manfred das Anwesen und verkaufen es 2025 an Jonas und Marlies Neubauer. |
| Hausnummer 24 (erloschen bzw. Aussiedlung um 1947) | ||
|---|---|---|
| 1716 | Auf dem Anwesen sitzen Johann Brunner und seine Frau Barbara. | |
| 1742 | Sebastian Brunner, deren Sohn heiratet Katharina Roitmayr, Bauerntochter aus Wagnern, Katharina stirbt 1751 mit nur 31 Jahren. | Bauer |
| 1752 | Der Witwer Sebastian Brunner heiratet Anna Margarethe Götz, Bauerntochter aus Rottendorf. | Bauer |
| 1768 | Wolfgang Brunner, Sohn von Sebastian und Katharina Brunner heiratet Anna Danzl, Bauerntochter von Antelsdorf. Anna stirbt 1771 (Hausname 1761: Fickerlbauer: Fickerl: evtl. von einen Caspar Fickerl, 1606 in einer Steuerliste erwähnt31) | Bauer |
| 1773 | Der Witwer Wolfgang Brunner heiratet Magdalena Zinkl, Bauerntochter aus Voggendorf. (Hausname 1774: Fickerwastl; Wastl von Sebastian (Brunner) | Bauer |
| 1802 | Johann Wolfgang Brunner, Sohn von Wolfgang und Magdalena Brunner heiratet Anna Maria Krieger, Weberstochter aus Obermurach Hs.Nr. 11. Er übernahm das Anwesen 1800. Johann Wolfgang stirbt 1807. | Bauer |
| 1808 | Die Witwe Anna Maria Brunner heiratet Johann Bauer, Bauernsohn aus Konatsried und heiratet ihm das Anwesen an. Anna Maria stirbt 1809 im Kindbett. | Bauer |
| 1809 | Der Witwer Johann Bauer heiratet Kunigunde Holbeck, Bauerntochter aus Konatsried. (Hausname 1809: Roitenwastl) | Bauer |
| 1824 | Das Ehepaar Bauer geht auf Haus-Nr. 9. Die Anwesen werden getauscht. Johann Wolfgang Lindl (Lintl) und seine Frau Katharina, geb. Hoch, gehen auf Nr. 24. | Weber |
| 1824 | Sebastian Lindl (Lintl), Sohn von Johann Wolfgang und Katharina Lindl (Lintl) heiratet Katharina Bauer, Bauerntochter aus Fuchsberg und übernimmt das Anwesen. Hausname 1840: Hanswolfenweber (s. Hs.Nr. 9) | Bauer |
| 1859 | Georg Lindl (Lintl), deren Sohn, heiratet Theresia Härtl, Bauerntochter aus Obermurach Hs.Nr. 23. Georg stirbt 1872. | Bauer und Bürgermeister v. 1866 - 1872 |
| 1873 | Die Witwe Theresia Lindl (Lintl) heiratet Peter Albang, Wirtssohn aus Obermurach Hs.Nr. 2 und heiratet ihm das Anwesen an. | Bauer |
| 1876 | Das Ehepaar Peter und Theresia Albang gehen auf Hs.Nr. 3. Karl Bauer und seine Frau Katharina, geb. Albang, eine Schwester von Peter Albang, aus Hs.Nr. 9 gehen auf Hs.Nr. 24. | Bauer |
| 1897 | Johann Bauer, Sohn von Karl und Katharina Bauer, heiratet Katharina Schmitzer, Bauerntochter aus Neudeck und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1929 | Ludwig Albang, Wirtssohn aus Obermurach Nr. 2 heiratet Margarethe Schmitzer, Stieftochter von Johann und Katharina Bauer und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1947 | Das Ehepaar Albang siedelt 1947 aus. Sie brechen den gesamten Hof ab und bauen einen neuen Hof an der sog. „Fischergass“ auf. Die Hs.Nr. 24 geht mit (ebenso der Hausname Kloiwastl). Der neue Hofplatz war nach mündlicher Überlieferung vor „langer Zeit“ bereits bewohnt worden. Nach der Pfarrmatrikel heiratete 1734 ein Johann Adam Fischer die Bauerntochter Katharina Brunner, aus Obermurach, Hs.Nr. 5. Er war der Sohn des Tagelöhners Georg Fischer und seiner Frau Magdalena. Johann Adam starb 1767, seine Frau Katharina 1758. Beide hinterließen keine Kinder. Möglicherweise geht der Flurname „Fischergass“ und „Fischerhölzl“ auf diese Familie zurück. Das Grundstück des Anwesens im Altort geht 1948 an Michael und Anna Fischer aus Hs.Nr. 29, 1950 durch Tausch an Familie Eckl, Hs.Nr. 27. | |
| ca. 1960 | Ludwig Albang, Sohn von Ludwig und Margarethe Albang, und seine Frau Franziska übernehmen das Anwesen (Aussiedlerhof). Derzeit besitzt es Erich Albang, Neffe von Ludwig Albang. | Bauer |
| Hausnummer 25 (erloschen, bzw. Aussiedlung um 1853) | ||
|---|---|---|
| vor 1721 | Auf den Anwesen sitzen Michael Schmid und seine Frau Katharina. | Bauer |
| 1721 | Andreas Schmid, Sohn von Michael und Katharina Schmid, heiratet Anna Barbara Brandner, Bauerntochter aus Wagnern. Anna Barbara stirbt 1740. | Bauer |
| 1741 | Der Witwer Andreas Schmid heiratet Barbara Krämer, Maurerstochter aus Obermurach Hs.Nr. 8. | Bauer |
| 1764 | Franz Schmid, deren Sohn, heiratet Elisabeth Meller, Bauerntochter aus Unterlangau, Franz stirbt vor 1780. | Maurer |
| 1780 | Die Witwe Elisabeth Schmid, geb. Meller, heiratet den Witwer Johann Weiß aus Katzdorf. | Weber |
| 1802 | Johann Christoph Schmid, Sohn von Franz und Elisabeth Schmid, heiratet Apolonia Baierl, Bauerntochter aus Pirk. Er hat das Anwesen 1794 von seiner Mutter übernommen. (Hausname 1809: Stigelbauer, evtl. von der Lage am Kirchensteig) | Maurer |
| 1845 | Elisabeth Schmid, deren Tochter, heiratet Johann Schneider, Weberssohn aus Haag, der das Grundstück erwirbt. | Gütler |
| 1847 | Johann Hierold, Bandweber aus Winklarn, kauft das Anwesen für 878 Gulden. Er heiratet Magdalena Scharrer (Menschl auch Möschl), Tagelöhnerstochter aus Obermurach (Burgareal) 30 b. Das Paar sitzt ab 1854 auf Hs.Nr. 28. | Weber |
| 1848 | Andreas Galli, Häusler aus Muschenried und seine Frau Katharina, geb. Mayer aus Sallach erwerben das Anwesen. | Häusler |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. | |
| 1852 | Peter Albang aus Hs.Nr. 2 erwirbt das Anwesen um 177 Gulden. | |
| 1852 | Andreas Ringlstetter, Weber aus Eigelsberg erwirbt die Brandstätte. Er heiratet Anna Maria Herzog aus Pottenhof. Das Paar siedelt aus an den Fuß des Eichelstein. Sie nehmen die Hausnummer 25 mit, ebenso den Hausnamen „Galli“. Der gesamte Grund des ehemaligen Anwesens im Altort gehört aktuell zu Hs.Nr. 2. | Weber |
| 1884 | Dionys Ringlstetter, Sohn von Andreas und Anna Maria Ringlstetter, heiratet Margaretha Thanner, Bauerntochter aus Obermurach Hs.Nr. 26 und übernimmt das Anwesen (Aussiedlerhof). | Weber und Gemeindediener v. 1906 bis 1913 |
| 1920 | Wolfgang Ringlstetter, deren Sohn, übernimmt das Anwesen. Er heiratet Anna Hammerschmied aus Irlbach. | Gemeindediener bis 1965 |
| 1922 | Sein Bruder Christian heiratet Theresia Hammerschmied aus Irlbach, Annas Schwester. Das Paar wohnt als Inwohner im Haus. Deren Tochter Thea heiratet Franz Treiber aus Schönsee und baut ca. 1965 an der Straße nach Oberviechtach ein neues Haus (alte Hs.Nr. 42, jetzt Hs.Nr. 64). | Schwerkriegsbeschädigter |
| ca. 1952 | Anna Ringlstetter, Tochter von Wolfgang und Anna Ringlstetter heiratet Josef Naglmüller. (Hausname Galli) | Gemeindediener bis 1968 |
| Deren Tocher Anita Naglmüller heiratet Michael Zeitler, der aktuell das Anwesen besitzt. Anita stirbt 2025. |
| Hausnummer 26 (jetzt 15) | ||
|---|---|---|
| vor 1726 | Auf den Anwesen sitzen Sebastian Meller und seine Frau Barbara. | Bauer |
| 1726 | Johann Meller, deren Sohn, heiratet Elisabeth Hauser, Bauerntochter aus Saggau. | Bauer |
| 1751 | Elisabeth Meller, deren Tochter, heiratet Johann Peter Thanner, Bauernsohn aus Fuchsberg. Elisabeth stirbt 1771. | Bauer |
| 1776 | Der Witwer Johann Peter Thanner heiratet Franziska Piesl, Schneiderswitwe aus Fuchsberg. | Bauer |
| 1788 | Georg Sebastian Thanner, Sohn von Peter und Elisabeth Thanner, heiratet Susanna Brunner, Bauerntochter aus Obermurach Hs.Nr. 5. Susanna stirbt 1798. | Bauer |
| 1799 | Der Witwer Sebastian Thanner heiratet Margaretha Grienerwald, Tochter des Mühlenpächters von Lukahammer. (Hausname 1809: Melberwastl/Mellerwastl, v. Familiennamen Meller, Wastl von Sebastian) | Bauer |
| 1825 | Johann Baptist Thanner, Sohn von Sebastian und Susanna Thanner, heiratet Barbara Bayer, Bauerntochter aus Voggendorf und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1854 | Peter Thanner, deren Sohn heiratet Rosina Schön aus Pirkhof und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1863 | Johann Thanner, sein Bruder, heiratet Anna Pähr, Zinngießerstochter aus Oberviechtach und übernimmt das Anwesen. | Gütler, Gemeindediener und Nachtwächter |
| 1891 | Clement Thanner, deren Sohn heiratet Barbara Pösl aus Eigelsberg und übernimmt das Anwesen. | Gütler, Gemeindediener ab 1915 |
| 1920 | Christoph Thanner, deren Sohn heiratet Franziska Groß, Häuslerstochter aus Eigelsberg und übernimmt das Anwesen. Christoph stirbt 1939 durch einen Blitzschlag. | Bahnstreckengeher |
| 1951 | Clement Thanner, deren Sohn heiratet Katharina Markl aus Antelsdorf und übernimmt das Anwesen. (Hausname Mellerwastl) | |
| Ida Thanner, deren Tochter übernimmt das Anwesen. Sie verkauft es 2010 an Peter und Eva Mayer, die das Anwesen aktuell besitzen. |
| Hausnummer 27 (jetzt 13) | ||
|---|---|---|
| 1717 | Georg Meindl heiratet Katharina Brunner, Bauerntochter aus Konatsried. | Bauer |
| 1738 | Johann Georg Meindl, Sohn von Georg und Maria Meindl (vermutlich aus einer früheren Ehe) heiratet Eva Merthan, Bauerntochter aus Hof. Eva stirbt 1766. | Bauer |
| 1768 | Der Witwer Johann Georg Meindl heiratet Elisabeth Salomon, Bauernwitwe aus Dietersdorf. (Hausname 1761: Beckerbauer) | Bauer |
| 1774 | Georg Wolfgang Meindl, Sohn von Johann Georg und Eva Meindl, heiratet Anna Margarethe Schreier, Bauerntochter aus Fuchsberg. | Bauer |
| 1795 | Maria Anna Meindl, deren Tochter, heiratet Johann Wolfgang Salomon, Bauernsohn aus Schwaighof, der den Hof übernimmt. | Bauer |
| 1810 | Sebastian Salomon aus Schwaighof, Bruder von Johann Wolfgang Salomon, heiratet Margarethe Brunner, Bauerntochter aus Obermurach Hs.Nr. 5. Er hat 1809 den Hof von seinem Bruder für 7000 Gulden gekauft. (Hausname 1809: Meindlhof,) | Bauer |
| 1842 | Margarete Salomon, deren Tochter, heiratet Johann Eckl (evtl. aus Dürnersdorf), der das Anwesen übernimmt. | Bauer |
| 1850 | Das Anwesen brennt ab. (s.a. Hs.Nr. 1). Brandentschädigung für Johann Eckl 2700 Gulden. | |
| 1869 | Barbara Eckl, deren Tochter, heiratet Georg Bauer, Metzgerssohn aus Oberviechtach und heiratet ihm den Hof an. | Bauer |
| 1889 | Johann Nepomuk Eckl, Bruder von Barbara Eckl, heiratet Katharina Brunner, Bauerntochter aus Werneröd und erwirbt das Anwesen. | Bauer |
| 1920 | Johann Eckl, deren Sohn, heiratet Anna Brenner und übernimmt das Anwesen. | Bauer |
| 1960 ca. | Deren Sohn Adolf Eckl heiratet Else Scheuerer von der Hundhagermühle. Adolf stirbt 1995, Else stirbt 2022. | Bauer |
| 1980 | Das Anwesen brennt vollständig ab, es wird 1981 wieder aufgebaut. | |
| Johann Eckl, deren Sohn übernimmt das Anwesen und besitzt es aktuell. (Hausname Beckerbauer) |
| Hausnummer 28 (jetzt 6) | ||
|---|---|---|
| Das sog. obere Gartnerhäusl32 gehörte zum churfürstl. Pflegschloss. Vor 1799 ist kein Besitzername sicher feststellbar. Möglicherweise wohnte dort der erste Schreiber des Pflegamtes Murach, Johann Baptist Seibert und seine Frau Elisabeth, geb. Bauer aus Waldmünchen. | Schreiber | |
| 1799 | Johann Neuber, Bauerssohn aus Treswitz heiratet Barbara Wirker aus Ödreichersried. Er erwirbt das Haus 1805 vom letzten churfürstl. Pfleger. (Hausname 1809: das obere Gartnerhäusl, 1826 Kutschergütl) | Kutscher in Burg Murach, später Tagelöhner |
| 1827 | Deren Sohn Sebastian Neuber heiratet Katharina Meindl, Bauerntochter aus Hof. Das Anwesen hat er 1826 übernommen. | Tagelöhner |
| 1854 | Johann Hierold aus Hs.Nr. 25 kauft das Anwesen. Seine Frau Magdalena stirbt vor 1866. | Weber |
| 1866 | Der Witwer Johann Hierold heiratet die Witwe Ursula Böckl, geb. Adam, Bauerntochter aus Dürnersdorf. | Weber |
| 1874 | Wolfgang Thanner, Bauernsohn aus Obermurach Nr. 26, erwirbt das Anwesen. Er ist seit 1858 mit Barbara Hofbauer, Häuslerstochter aus Obermurach (Burgareal) Hs.Nr. 30 e verheiratet, wo das Paar bisher auch wohnte. | Häusler und Zimmermann |
| 1877 | Katharina Heldwein, ledige Weberstochter aus Obermurach Hs.Nr. 15 a erwirbt das Anwesen. (Hausname Seppler-Kathl) | |
| 1890 ca. | Michael Heldwein, ihr Sohn übernimmt das Anwesen. Er ertrinkt 1935 im sog. „Wiednweiher“. (Hausname Seppl-Kathl-Michl) | |
| 1936 | Michael Lintl aus Obermurach Hs.Nr. 3 erwirbt das Anwesen. Das Haus verfällt. | |
| Nach dem Tod von Michael Lintl übernimmt sein Neffe Albert Lintl das Grundstück. Auf einem Teilgrundstück steht aktuell das Wohnhaus von Gerhard Spichtinger. |
| Hausnummer 29 (jetzt 3) | ||
|---|---|---|
| Vorher | Das Anwesen, das als Amtshaus und Gefängnis diente, wird 1759 bei einer Renovierung als einhundertjähriges Gebäude bezeichnet. Die Namen der früheren Gerichtsdiener sind uns leider nicht bekannt. | |
| 1714 | Als Gerichtsdiener wird genannt Adam Preuhäuser und Ehefrau Margarethe. | Gerichtsdiener |
| 1727 | Als Gerichtsdiener wird genannt Christoph Knopfschmid und Ehefrau Maria Elisabeth. | Gerichtsdiener |
| 1744 | Anna Maria Knopfschmied, deren Tochter, heiratet Georg Adam Heldwein, Gerichtsdienerssohn aus Tiefenbach, der das Amt übernimmt. | Gerichtsdiener |
| 1777 | Joseph Heldwein, deren Sohn, heiratet Anna Eva Bauer, Gerichtsdienerstochter aus Eslarn. Das Paar geht 1803 nach Hs.Nr. 15a. | Gerichtsdiener |
| 1805 | Der Posthalter Georg Urban aus Neunburg v.W. kauft das Anwesen zusammen mit dem churfürstl. Schloss. | |
| 1809 | Sebastian Kellner33 aus Diebesdorf(?) bei Rötz heiratet Margaretha Rötzer, Weberstochter aus Hetzmannsdorf. Da er den Kaufpreis bis 1823 noch nicht abgezahlt hat erhält Georg Urban das Haus zurück.34 | Tagelöhner |
| 1823 | Josef Altmann, Steinhauer aus Katzdorf und seine Frau Margaretha, geb. Prechtl kaufen das Anwesen. | |
| 1825 | Adam Schmid kauft das Anwesen. | |
| 1827 | Michael Pemerl aus Stadlern kauft das Anwesen. Er heiratet Elisabeth Schmalzeder aus Stadlern. | Tabaksdosenfabrikant |
| 1832 | Brand im Anwesen. Michael Pemerl erhält 250 fl. Brandentschädigung.35 | |
| 1832 | Adam Schmidt kauft das Anwesen (wieder?). | |
| 1835 | Wolfgang Piehler, Schusterssohn aus Obermurach Hs.Nr. 17 heiratet Ottilie Berthold, Maurerstochter von Oberviechtach und erwirbt das Anwesen. (Hausname 1840: Forsterschuster) | Schuster |
| 1880 | Deren Sohn Georg Piehler heiratet Margarethe Röhrl, Häuslerstochter aus Muschenried. Er hat das Anwesen 1879 übernommen. | |
| 1901 | Andreas Vogl und Alois Bernhard aus Oberviechtach kaufen das Anwesen und verkaufen es im gleichen Jahr an Josef Beck von Forst b. Oberviechtach | |
| 1901 | Josef Weiherer, Hirtensohn aus Obermurach Hs.Nr. 19, erwirbt das Anwesen. 1902 erbt er auch Hs-Nr. 16, sodass sich beide Anwesen an diesem Zeitpunkt bis zum Jahr 1935 in einer Hand befinden. | Eisenhändler in Frankfurt a.M. |
| 1902 | Das Haus wird abgerissen. | |
| 1907 | Der leerstehende Grund wird von Karl Haller zusammen mit Hs.Nr. 16 gekauft. | |
| 1913 | Die Gemeinde Obermurach erwirbt das Grundstück. | |
| 1914 | Durch einen Grundstückstausch erwirbt Peter Gradl das Grundstück zusammen mit Hs.Nr. 16. | Häusler |
| 1935 | Der Bahnagent Michael Fischer aus Rackenthal und seine Frau Anna, geb. Pähr erwerben das Grundstück und errichten darauf ein Café mit Pension. | |
| 1951 | Die Arbeiterwohlfahrt München erwirbt das Anwesen und richtet ein Erholungsheim ein. | |
| 1995 | Die Stadt Oberviechtach erwirbt das Anwesen. | |
| 2002 | Das ehemalige Erholungsheim wird der Dorfgemeinschaft Obermurach als Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung gestellt. |

Autorin Hedwig Pamler (Stand 8/2026)
Anmerkungen zu Teil 1
Beschreibung des Pfleggerichts Murach von 1761, Lagerbuch über die Untertanen des Pflegamtes Murach 1774, Beschreibung des Nähr- und Zehrstandes 1775, Anzeige der vorhandenen Leerhäusler 1789.↩︎
Rentamt Neunburg v.W., HuR-Kataster des Steuerdistrikts Obermurach ab 1811, Urkataster und Umschreibhefte bis 1950.↩︎
Die Datenschutzfristen betragen für Taufmatrikel 120 Jahre, für Heiraten und Sterbefälle 100 Jahre. Einige Kirchenbücher wurden daher noch nicht veröffentlich.↩︎
Die Geburten wurden unter der Ortschaft Obermurach verzeichnet. Katzner hatte zu dieser Zeit jedoch bereits seinen Wohnsitz nach Oberviechtach verlegt.↩︎
Die Hausnummern in Obermurach wurden 1994 geändert↩︎
In der Nacht vom 29. auf 30.6.1850 brannten in Obermurach die Anwesen Hs.Nr. 1 bis 7 sowie Hs.Nr. 25 und 27 ab, s. Kataster sowie Bericht der Regensburger Zeitung v. 22.01.1854↩︎
Max Zinnbauer: Zins und Steuerbücher Band 6, Sal- und Zinsbuch des Pflegamtes Murach 1606↩︎
Regierungsblatt Bayern 1873↩︎
Königl-baier. Intelligenzblatt f. d. Regen-Kreis 1833↩︎
s. Teil 2↩︎
Königl-baier. Intelligenzblatt f. d. Regen-Kreis 1833↩︎
Königl-baier. Intelligenzblatt f. d. Regen-Kreis 1833↩︎
Regierungsblatt Bayern 1837↩︎
Königl.Baier. Intelligenzblatt für den Regen-Kreis 1836. In einer Stellungnahme der Gemeinde (Verehelichungsantrag) v. 05.01.1845 wird Schmid verdächtigt, selbst den Brand gelegt zu haben.↩︎
Königl-baier. Intelligenzblatt f. d. Regen-Kreis 1833↩︎
In der Zeitung für Feuerlöschwesen des Bayer. Landesfeuerwehrverbandes, Brand-Tabelle XIII 1898 ist ist am 29.07.1898 ein Blitzschlag verzeichnet.↩︎
Kgl.baier. Intelligenzblatt für den Regenkreis 1818↩︎
Briefprotokolle Neunburg 234 v. 27.09.1923. Groß hatte Schulden bei Wolfgang Schmidhuber. In den Katastern ist fälschlich ein Tausch der Häuser 18 und 18 ½ eingetragen. Die Briefprotokolle zeigen aber eindeutig, dass Schmidhuber seine Wohnung im ehem. churfürstl. Schloss mit der Hs.Nr. 30c eintauschte.↩︎
s. unter Hs.Nr. 17↩︎
Lt. Kataster wurde das Haus 1818 erbaut. Die Gemeinde Obermurach berichtet in einer Stellungnahme 1846, dass Thomas Groß sein eigenes Wohnhaus Nr. 18 abbrannte und sich diese Hütte (18 ½) erbaute.↩︎
StAAm LGäO Oberviechtach, Ansässigmachungsgesuch von Johann Baptist Groß 607. Das Haus wird 1846 beschrieben als „Eine Wohnung, gleichzeitig Stall, ohne Küche noch sonst etwas dabei, ohne Rauchfang, die äußeren Wände nur von Lehm gebaut und seit 20 Jahren ohne Dach“.↩︎
Margarethe hatte in Obermurach das Heimatrecht. Sie lebte von 1820 bis 1822 im Burgareal.↩︎
Genealogischer Handkalender v. 1803 und Bayer. neuer Volkskalender von 1805↩︎
Schr. d. Armenpflegschaftsrats Obermurach v. 1877↩︎
Gemeindevisitationsbericht von 1891 StAAm BA Oberviechtach 2582↩︎
Oberpfälzisches Wochenblatt von 1800↩︎
Oberpfälzisches Wochenblatt von 1800↩︎
Außer dem Eintrag im Briefprotokoll ist nichts näheres zu dem Brand zu finden. Aufgrund der Tatsache, dass in den umliegenden Häusern um 1800 von Brandfällen berichtet wird kann davon ausgegangen werden, dass es sich um ein und das selbe Brandunglück handelt.↩︎
Mdl. überliefert v. Klement Thanner↩︎
wie vor↩︎
Zinnbauer Steuerbücher Bd. 6↩︎
Das untere Gartenhäusl befand sich mutmaßlich auf der ehem. Schloßpoint in Nähe des sog. Schwemmweihers.↩︎
Rentamt Neunburg HuR-Kataster 95↩︎
Briefprotokoll Neunburg 233 v. 01.04.1823↩︎
Königl-baier. Intelligenzblatt f. d. Regen-Kreis 1833↩︎
Teil 2: Burg Hausmurach nach 1800
Mit der Auflösung des Pflegamtes Murach im Jahr 1803 begann auf dem Areal des ehemaligen kurfürstlichen Schlosses in Obermurach ein neues Zeitalter. Für zahlreiche mittellose Familien bot sich die Gelegenheit, sich innerhalb der historischen Mauern eine neue Existenz aufzubauen. Dies war jedoch auch mit gewaltigen Herausforderungen sowohl für die Altbürger des Dorfes Obermurach als auch für die neuen Bewohner verbunden. Umfangreiche Akten im Staatsarchiv Amberg geben Aufschluss darüber, mit welchen Mühen, Hoffnungen und schweren Problemen jene Menschen konfrontiert waren, die den Hauserner Berg über einen Zeitraum von rund einhundert Jahren bewohnten. Mithilfe der Kataster des Rentamtes Neunburg v. W. ließ sich rekonstruieren, welche Familien sich dort aufhielten. Die meisten blieben nur kurz, manche schlugen aber auch dauerhaft Wurzeln – ihre Nachfahren leben bis heute im Ort.
Was heute als „Burg Murach“ bekannt ist, wurde im behördlichen und kirchlichen Schriftverkehr des 19. Jahrhunderts stets als „Churfürstliches Schloss“ bezeichnet. Auch unter den Dorfbewohnern war damals nur vom „Schloss droben“ die Rede. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts – nachdem das ehemalige Wohngebäude des Pflegers abgerissen worden war – ging man dazu über, den Turm als namensgebendes Element zu betrachten. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts umfasste der Schlosskomplex zudem ein weitläufiges Areal südlich des Tores. Dazu gehörten die Anwesen mit den historischen Hausnummern:
Nr. 29: Amtknechtshaus mit Gefängnis (heute Dorfgemeinschaftshaus)
Nr. 15 a/b: Jägerhaus (heute Anwesen Wild/Bindl und Hutweide)
Nr. 28: Kutscherhaus (heute Anwesen Spichtinger bzw. Lindl)
Nr. 16: Vermutlich Wohnhaus eines Hofbauern (heute Anwesen Hroch/Platzer)

Die Parzellierung des Schlossareals (1807/1808)
Als der Posthalter Georg Urban aus Neunburg v. W. im Jahr 1807 das ehemalige kurfürstliche Schloss für 1.214 Gulden ersteigerte1, waren die außerhalb der Ringmauer liegenden Anwesen – bis auf die Hausnummer 292 – bereits veräußert. Urban hatte sicher schon beim Erwerb die Absicht, die als Wohnraum nutzbaren Gebäude möglichst gewinnbringend weiterzuverkaufen. Zu diesem Zweck wurde ein Plan des Areals3 erstellt und die einzelnen Parzellen mit den Nummern 1 bis 9 versehen:
Nr. 1: Einstige Schreibstube
Nr. 2 bis 5: Ehemaliges Wohngebäude des Pflegers
Nr. 6: Scheune
Nr. 7: Ehemaliges Hühnerhaus
Nr. 8: Wagenremise
Nr. 9: Amtknechtshaus
Ohne Nr.: Ehemalige Schlosskapelle
Später erhielten diese Parzellen die offiziellen Hausnummern 29 bzw. 30 a bis 30 i. Die Gebäude wurden in den Jahren 1807 und 1808 weiterverkauft. Die übrigen Wirtschaftsgebäude auf dem Gelände – Ställe, Schuppen und Scheunen – wurden ebenso wie die Freiflächen unter den Käufern aufgeteilt, sodass jede Familie die Möglichkeit erhielt, Nutztiere zu halten. Auf den Besitz des Getreidekastens verzichtete Urban nachträglich, sodass dieser ebenso wie der Turm im Staatsbesitz verblieb. In späteren Jahren wurden innerhalb der Ringmauer noch zwei zusätzliche Wohnhäuser errichtet. Obwohl die alten Gebäude teils äußerst primitiv, teils sogar baufällig waren, fanden sich in kürzester Zeit Kaufinteressenten und auch der Wiederverkauf verlief scheinbar reibungslos.
Das System der Ansässigmachung
Der Grund dafür lag einerseits am günstigen Kaufpreis, andererseits an der damaligen Rechtslage: Paare, die heiraten und eine Familie gründen wollten, benötigten dazu eine behördliche Bewilligung. Diese wurde jedoch nur erteilt, wenn das wirtschaftliche Auskommen gesichert schien. Die Obrigkeit wollte damit die Armut bekämpfen – ein Ziel, das nur sehr begrenzt erreicht wurde. Gerade zu Beginn des 19. Jahrhunderts verschlechterten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse vieler Menschen in der Region drastisch, bedingt durch die Napoleonischen Kriege, Missernten, Hungerjahre und nicht zuletzt durch tiefgreifende politische Umwälzungen wie Säcularisation, Behördenverlegungen sowie den einsetzenden Strukturwandel in Landwirtschaft und Gewerbe. Viele Paare, denen die Heiratserlaubnis verweigert wurde, hatten bereits gemeinsame Kinder. Diese galten als „unehelich“ und mussten gesellschaftliche wie kirchliche Ächtung ertragen. Mit einer späteren Heirat der Eltern wurden die Kinder jedoch nachträglich legitimiert. Daher wurde jede Gelegenheit ergriffen, die Heiratserlaubnis zu erlangen – wofür zu Beginn des 19. Jahrhunderts bereits der Besitz einer Immobilie ausreichte. Der Kauf wurde stets amtlich verbrieft, wie das nachfolgende Beispiel der Hs.Nr. 30 a (die ehemalige Schreibstube) zeigt:
„Geschehen Neunburg am 11. Oktober 1823
Kauf- und Quittungsbrief pro 255 Gulden
Joseph Riederer, Zimmergesell u. Haubenmacher, dermalen zu Thanstein ansäßig, dann deßen Eheweib Eva, letztere unter Beystandsleistung des Sebastian Dirscherl von Hiltersried, verkaufen auf unwiderruflich an Georg Gebhard, Zwirner von Tiefenbach, welcher zufolge landgerichtlichen Beschlußes vom 2. August d.J. die Ansäßigmachungs-Erlaubniß erhalten hat, ihre bisher in Obermurach beseßene gemauerte Wohnung Besitz.No.124 .... um die Summe von zweihundert fünfzig fünf Gulden u. 2 Gulden schon frühers bezahlten Leihkauf45. Von dem Kaufschillinge wurden bereits unterm 7. Juli d.J. 247 Gulden bei Gericht erlegt und der Rest mit 8 Gulden wird heute bezahlt ... „

Der Kaufpreis der betreffenden Häuser lag im Durchschnitt bei rund 250 Gulden. Zum Vergleich: Adam Gradl verkaufte im Jahr 1808 sein kleines Anwesen (Söldengut) Hs.Nr. 14 samt drei Tagwerk Ackerland für 1000 Gulden. Um den Hauskauf zu ermöglichen, setzten die Erwerbswilligen ihr gesamtes Erspartes und ihren Besitz ein. Das Heiratsgut der künftigen Braut wurde miteingebracht, und nicht selten halfen Geschwister zusätzlich mit einer Bürgschaft aus. Diese Vereinbarungen wurden in der Regel schriftlich in einem Heiratsbrief festgehalten – wohl auch, um dem Verkäufer die notwendige Zahlungsfähigkeit nachzuweisen. Das folgende Beispiel veranschaulicht diese Praxis:
„Geschehen am 11. Oktober 1823
Heyrathcontract pro 315 Gulden
welcher zwischen Georg Gebhard angehenden Häusler u. Zwirner von Obermurach, und der Margaretha Bücherl, Bauerstochter von Diepoltsried, von ihrem Vater Andreas Bücherl verbeystandet6 auf nachstehende Weise abgeschloßen wurde:
bekennt der Bräutigam, von seiner Braut bereits 148 Gulden erhalten zu haben, welche er zum Ankaufe seines Häusels in Obermurach verwendete, 2 Gulden verspricht dieselbe noch baar und 75 Gulden in Fristen von ihrem Vater und anwesensbesitzenden Bruder Michael Bücherl als Heyrathgut sowie einer standesmäßigen Ausfertigung im Anschlage von 90 Gulden ihrem Hochzeiter zuzubringen.
Der Bräutigam widerlegt dieses Heyrathgut mit 100 Gulden, die er unterm 7. Juli d.J. für sein gekauftes Häusl baar erlegte u. verspricht ebenfalls noch 30 Gulden in die Ehe zu bringen, so wie er seiner Braut für ihr Eingebrachts mit seinem ofterwähnten Häusl zu Obermurach Sicherheit leistet u. dieses ihr verheyrathet.
Wenn der Bräutigam vor der Braut sterben würde, so müßte die letztere an seine Erben 50 Gulden binnen Jahr u. Tagen zurückzahlen, im Falle kein Kind vorhanden wäre, stürbe aber die Braut kinderlos vor dem Bräutigam, so müßte dieser an ihre Erben ebenfalls in Jahr und Tagen 75 Gulden zurückzahlen...“
Der Überlebenskampf und der Widerstand der Gemeinde
Hatte ein Paar die Ehe geschlossen und war in das erworbene Domizil eingezogen, begann für die Eheleute oft ein harter wirtschaftlicher Überlebenskampf. Zwar hatten viele der neuen Besitzer ein Handwerk erlernt, doch bot das kleine Dorf kaum die Möglichkeit, davon auch zu leben. Die meisten verdingten sich als Tagelöhner und waren auf Gelegenheitsarbeiten – etwa als Ernte- oder Bauhelfer – angewiesen, um ihre Familien zu ernähren. Es mangelte oft am Nötigsten: Grund und Boden besaßen die Bewohner außer einem kleinen Wurzgarten (ehemaliger Ödplatz) in der Regel nicht. Auch an Brennholz fehlte es, und das tägliche Trink- und Brauchwasser musste mühselig vom Dorfbrunnen den Berg hinaufgeschleppt werden. Viele lebten buchstäblich von der Hand in den Mund. Konnte der Kaufpreis nicht wie vereinbart abbezahlt werden oder musste nach dem Tod eines Ehepartners ein Teil des Heiratsgutes zurückgezahlt werden, blieb den Besitzern oft kein anderer Ausweg, als das Haus wieder zu verkaufen. So erging es auch Georg Riederer mit seiner Wohnung Hs.Nr. 30 a: Er hatte diese 1808 von Georg Urban erworben, konnte den Kaufpreis jedoch bis 1823 nicht begleichen. Urban klagte seine Außenstände schließlich gerichtlich ein. Riederer musste zudem noch weitere Schulden bedienen, wie das folgende Protokoll verdeutlicht:
„Protocoll abgehalten beim kgl. Landgerichte Neunburg v.W. am 13. Oktober 1823
Zur Auszahlung der von Georg Gebhard von Tiefenbach für das Joseph Riederische Anwesen zu Obermurach unterm 7. Juli u. 11. Oktober d.J. erlegten Kaufschillingsgelder pro 255 Gulden hat man den heutigen Tag bestimmt und nach dem Verlangen des Riederer die Auszahlung in folgender Art vorgenommen.
Dem Georg Urban, k. Postexpeditor zu Neunburg, hat man die an den Riederer zu fordern habenden, und nach dem Justizakt ... bereits ausgeklagten älteren Kaufschillingsgelder mit 40 Gulden ausbezahlt, wie die in dem allergirten Act ... findliche Quittung ausweiset
Der nun noch verbleibende Rest mit 215 Gulden wurde dem frühern Käufer des Riederischen Anwesens Andreas Reitinger vielmehr dem Vormunde seiner Braut Gertraud Pöttner, Namens Sebastian Dirscherl von Hiltersried, als bereits an den Riederer bezahlten Kaufschilling behändiget mit 215 Gulden....“
Auffallend ist der häufige Besitzerwechsel, vor allem bis Mitte der 1830er-Jahre. Es liegt auf der Hand, dass die Anwesen oft nur erworben wurden, um die begehrte Heiratsbewilligung zu erlangen. Hatte man diese erst einmal in Händen, wurden die Häuser teilweise rasch wieder weiterverkauft. Manche wurden von ihren Eigentümern nicht einmal selbst bewohnt – wie etwa die ehemalige Schlosskapelle. In einigen Fällen blieben die Vorbesitzer auch nach dem Verkauf als Untermieter („Inwohner“) in ihren bisherigen Räumlichkeiten wohnen. Im Jahr 1834 erfolgte eine Gesetzesänderung: Fortan erhielten die jeweiligen Wohngemeinden ein Mitspracherecht bei der Ansässigmachung und Ehebewilligung. Den Kommunen war verständlicherweise daran gelegen, mittellose Familien aus ihrem Gemeindegebiet fernzuhalten, da sie im Notfall für die Armenfürsorge aufkommen mussten. Die Gemeinde Obermurach hatte in der Folge schwer an den gesellschaftlichen Umständen zu tragen und stand den Schlossbewohnern äußerst ablehnend gegenüber. Dies verdeutlicht eine eindringliche Stellungnahme der Gemeinde aus dem Jahr 1841 zum Wiederverehelichungsgesuch des Johann Zeitler7:
„Wer die schlimmen Verhältnisse der Gemeinde Obermurach kennt u. weiß, daß die Zahl der, wenn auch nicht conscribirten, doch hausarmen die geringe Zahl der auch nur halb bemittelten weit übersteigt; wer weiß, daß diejenigen Gemeindeglieder, welche die öffentlichen Lasten tragen müssen, kaum mehr wegen der vielen Diebstähle u. Beschädigungen, die ihr Eigenthum von Seite des armen Gesindels erleidet, das Geforderte aufbringen können; wem bewußt ist, daß, wenn ja eine Gemeinde überbürdet, wie die unsrige ist, der wird gewiß seine Zustimmung darüber nicht zurückhalten können, daß von so einer Gemeinde Verehelichungs- u. Ansäßigmachungsgesuche mit aller Strenge müssen gehandhabt u. nur solchen ertheilt werden, solche sich hinreichend über ihre künftige Subsistenz ausweisen können. ...Es wurde in Erwägung gezogen, daß die Gemeinde Obermurach durch die Zertrümmerung des Schloßes und die darauf folgenden Ansäßigmachungs- u. Verehlichungs-Entschließungen an ungefähr 30 – 36 Partheien, die so zu sagen kein Vermögen besaßen, bereits an den Rand des Verderbens gebracht sey, so daß jedes Besitzthum daselbst verleidet wird, und auch die Inhaber der größeren Anwesen daselbst kaum mehr bestehen können...“
Erst durch eine neuerliche Gesetzesänderung im Jahr 1868 wurden in Bayern die strengen Auflagen für Heirat und Ansässigmachung endgültig aufgehoben.
Brandunglück und schwierige Wohnverhältnisse
1844 brach auf dem Burgareal ein Großbrand aus, der neben dem ehemaligen Hennenstübl weite Teile des Wohngebäudes in Mitleidenschaft zog und vermutlich auch die Stallungen, die sich entlang der westlichen Ringmauer befanden, einäscherte. Leider gibt es davon kaum Aufzeichnungen8. Dem Regierungsblatt für das Königreich Bayern von 1846 sind die Summen der Brandentschädigungen zu entnehmen. Demnach erlitt Andrä Tischler auf Hs.Nr. 30 g den größten Schaden.
Die Familien lebten in unvorstellbarer Enge – bis zu acht Kinder im Haushalt waren keine Seltenheit. Zu den unehelichen Kindern, die von den Müttern oft schon mit in die Ehe gebracht wurden, kamen rasch weitere gemeinsame Nachkommen. So erging es auch der Familie von Michael und Margarethe Verschl in der Hs.Nr. 30 b. Margarethe (geb. Schierer, 1815 in „Waldkapelle bei Wassersuppen geboren“) war die Stieftochter von Wolfgang Möschl, der seit 1827 in der Nr. 30 b lebte. Michael Verschl wurde 1812 in der benachbarten Hs.Nr. 30 d geboren. Im Jahr 1837 kam das erste gemeinsame Kind des Paares, Anna Barbara, zur Welt. Es folgte ein Sohn namens Johann Baptist, der jedoch noch im Säuglingsalter verstarb. Danach gebar Margarethe eine Tochter namens Eva, deren Vater allerdings nicht Michael Verschl war (Eva verstarb im Alter von neun Jahren).
Am 22. Oktober 1841 stellten Michael und Margarethe beim königlichen Landrichter Anton von Nagel in Oberviechtach ein Gesuch um Ansässigmachung und Verehelichung:
„Wir haben im Sinne, uns in Obermurach ansässig zu machen und zu verehelichen. Es hat deshalb die Braut schon unterm 21. April heur. Jahres von ihrer Stiefmutter Katharina Menschl (Möschl) deren Wohnstube mit Kammer, Gewölbe und Boden eventuell gekauft und wir wollen uns auf diese ansässig machen. Ich Michael Ferschl9 bin zwar der Schuhmachers-Profession kundig, aber ich will mich nicht als solcher, sondern als Taglöhner ansässig machen. Ein Vermögen habe ich zwar nicht; aber ich bin gesund und rüstig, um als Taglöhner mich gut fortbringen zu können. Der Braut bleibt von ihrer eventuell erkauften Wohnstube noch einiges übrig. Wir bitten, uns die polizeil. Bewilligung zu ertheilen, daß wir uns auf diese Wohnstube als Taglöhner ansässig machen und verehelichen dürfen.“
Das Gesuch wurde an die Gemeinde und den Armenpflegschaftsrat von Obermurach zur Stellungnahme weitergegeben, die jedoch Protest einlegte. Daraufhin wurde das Gesuch abgelehnt mit der Begründung „es ist daher, wiewohl die allgemeinen Vorbedingniße von den Competenten erfüllt sind denselben lediglich die Abweisung zu bedeuten, da der Ansäßigmachungstitel in Concreto sich nur auf Taglohn gründet, der angegebene Grundbesitz ganz unbedeutend und werthlos ist, sonach die Aufnahmsverweigerung der Gemeinde die Natur des absolut hinderlichen Widerspruches hat.“
Am 15. April 1845 durfte das Paar dennoch heiraten. In der Zeit von 1846 bis 1860 bekam das Paar weitere fünf Kinder, die alle das Erwachsenenalter erreichten.
Alltag, Kriminalität und Not auf dem Schlossberg
Die Inhaber der Häuser und Wohnungen im ehemaligen Pflegschloss besaßen lt. Häuser- und Rustikalsteuerkataster jeweils einen Nutzanteil an den noch unverteilten Gemeindegründen. Dies umfasste das Recht auf Holzschlag, das Sammeln von Leseholz und Waldstreu sowie Weiderechte auf Gemeindegrund. Die Gemeindeverwaltung Obermurach legte dieses Recht in der Folgezeit jedoch extrem restriktiv aus: Da alle Schlosswohnungen unter der Sammelhausnummer 30 liefen, billigte man allen Schlossbewohnern zusammen nur einen einzigen Anteil zu – jede Familie erhielt somit lediglich ein Neuntel der Gemeinderechte. Zusätzlich verkaufte die Gemeinde im Jahr 1827 das gemeindeeigene „Burgholz“ an private Käufer. Dadurch schrumpfte die nutzbare Waldfläche für die Inhaber der Gemeinderechte noch weiter zusammen.
Die Gemeinde Obermurach war wohl bemüht, den Schlossbewohnern soweit wie möglich ein bescheidenes Einkommen zu verschaffen und stellte einige von ihnen als Gemeindediener, Flurwächter und Waldaufseher oder als Nachtwächter an. Auch Xaver Albang versah den Dienst als Gemeindediener. Als er 1883 als Untermieter in der Hs.Nr. 30 f wohnte, kam es zu einem handfesten Konflikt mit seinem Nachbarn Georg Boier (Hs.Nr. 30 l). Albang erschien beim Bürgermeister und verlangte dringend Schutz vor dem Schneider und Häusler Boier. Er gab an, er habe Boier im Zuge eines Dienstgangs aufgesucht, woraufhin ein Streit entbrannt sei. Boier sei schließlich mit einer Axt auf ihn losgegangen und habe ihn aus dem Haus gejagt. Hintergrund war eine Hausdurchsuchung bei Boier, bei der der Gerichtsdiener Runkelrüben und Steckrüben („Dorschen“) sichergestellt hatte, die Boier vom Feld des Obermuracher Bauern Härtl gestohlen haben soll. Boier wiederum beschuldigte Albang, gemeinsam mit Komplizen zwei Hauseinbrüche verübt zu haben. Die Gemeinde rügte Albang wegen Dienstnachlässigkeit und unordentlichem Betragen, dieser quittierte daraufhin seinen Dienst.
In den Zeitungen jener Zeit fallen immer wieder Berichte über Delikte auf, die von Bewohnern des Schlossareals begangen worden sind, meist Diebstahl und Einbrüche in Wohnhäuser der Umgebung. Ein Fall entsetzte den Schreiber des Bayerischen Volksblattes ganz besonders. Er berichtet von einer öffentlichen Gerichtsverhandlung am 5. März 1857: „Ein Weib, so mager wie das Elend, besetzt jetzt die Anklagebank. Ihr Blick so scheu wie die Angst und ihre Miene voll schwerem Kummer besagen uns, dass wir von einem schweren, schauerlichen Verbrechen hören werden. Katharina Bauer, so heißt die Angeklagte, Zimmermannsehefrau von Obermurach ist beschuldigt des Verbrechens zur Verleitung zum Meineid. Um eine Summe von 200 Gulden zu erbeuten, begeht sie den schrecklichen Verrath an der eigenen Blutverwandtschaft, indem sie von ihrem Vetter obige Summe fälschlich als Darlehen gerichtlich forderte. ....“
Mehrfach wurde in den königlichen Amtsblättern nach flüchtigen jungen Männern aus den Schlossanwesen gefahndet. Es war die ausweglose Armut, die viele dieser Menschen zu Verzweiflungstaten trieb. Auch ein Fall von Brandstiftung aus dem Jahr 1891 machte Schlagzeilen. Das Amberger Tagblatt berichtete 1892 über den Prozess gegen den 38-jährigen Weber und Häusler Michael Meier: Meier besaß eine Wohnung in der Hs.Nr. 30 a, die in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 1891 niederbrannte. Vor Gericht legte er ein Geständnis ab. Das Gebäude bestand im Erdgeschoss aus einem feuersicheren Gewölbe des alten Schlosses, der Oberstock war jedoch derart baufällig, dass der Bürgermeister Meier mehrfach eindringlich aufgefordert hatte, den einsturzgefährdeten Giebel zu reparieren. Da Meier kein Geld für die Sanierung besaß, das Haus aber mit 1.040 Mark brandversichert war, beschloss er, den Oberstock vorsätzlich abzubrennen. Er schaffte seinen Webstuhl heimlich in das gewölbte Erdgeschoss und reiste mit seiner Frau zur Erntearbeit nach Niederbayern. Am 3. Oktober fuhr er nach Regensburg, nahm am Folgetag den Zug nach Schwandorf und marschierte von dort zu Fuß nach Obermurach. Gegen 22 Uhr schlich er sich in sein Haus. In einer Kammer im Obergeschoss, in der ein Lumpensammler Wohnrecht hatte, zündete er eingelagertes Stroh und Reisig an. Als die Flammen um sich griffen, floh er zum Bahnhof Klardorf und fuhr zurück nach Regensburg. Nachbarn bemerkten das Feuer gegen 23:30 Uhr; der Feuerwehr Obermurach gelang es, den Brand zu löschen. Meier wurde wegen Brandstiftung zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.

Die Anwesen im Einzelnen:
Hs.Nr. 30 a: Das ehemalige Schreibzimmer
Die Hausnummer 30 a10 (alte Plan-Nr. 1) lag zwischen Getreidekasten und dem ehem. Wohngebäude des Pflegers (Flurstück-Nr. 37). Es diente bis 1803 als Amtszimmer des kurfürstlichen Schreibers. Darunter lag das Registraturgewölbe, das zur Aufbewahrung von Dokumenten diente. Das Schreibzimmer war sowohl vom Wohngebäude als auch von der Südseite her zu betreten.
1808 Joseph Riederer, Häuslerssohn aus Stamsried, kauft das „Schreibzimmer samt einem in den obern Stock, so auch im untern Stock angebrachten Gewölbe samt dem Recht, in dem gemeinschaftlichen Backofen backen zu können“, um 300 Gulden. In einem Protokoll vom 20. Juli 1845 ist noch von einem „dem Ringlbauer eigenthümlich angehörigen alten Registraturgewölbe links des Thurmes“ die Rede.11
1823 Georg Gebhard aus Tiefenbach erwirbt die „gemauerte Wohnung“ für 255 Gulden.
1829 Benedikt Michl aus Schönsee kauft die Wohnung um 250 Gulden.
1838 Gotthard Pösl, Lehrer aus Kulz, kauft die „gemauerte Wohnung“ um 182 Gulden.
1840 Michael Ringlbauer, Pfannenflicker verm. aus Hof am Regen, kauft die Wohnung (Hausname Melbergütl). 1844 brennt die Wohnung ab. Ringlbauer erhält dafür 250 Gulden Brandentschädigung.
1866 Peter Ringlbauer, Sohn von Michael Ringlbauer, übernimmt die Wohnung im Anschlag von 145 Gulden. Er verkauft sie noch im gleichen Jahr weiter.
1866 Bartholomäus Tischler und seine Braut Katharina Stangl kaufen das „Schreibzimmer“ um 200 Gulden. Tischlers Eltern wohnen in Haus-Nr. 30 g.
1867 Andreas und Elisabeth Tischler, die Eltern v. Bartholomäus, erwerben das Anwesen im Anschlag von 302 Gulden.
1877 Johann Tischler, deren Sohn und Bruder von Bartholomäus Tischler, übernimmt das Anwesen.
1881 Theres Tischler, eine Halbschwester von Bartholomäus und Johann, erwirbt das Anwesen durch Erbteilung.
1887 Michael und Anna Maria Meier erwerben das Anwesen um 235 Mark. 1891 brennt das Wohnhaus durch Brandstiftung des Besitzers ab.12
1895 erwirbt der Staat die Brandstätte. 1907 wird vom k. Landbauamt der Versuch unternommen, den Zugang zum Turm zu verlegen. Dazu wird eine neue Türe zum ehemaligen Registraturgewölbe an der Westseite geschaffen. Die Verlegung scheitert allerdings.13
Hs.Nr. 30 b, c, e, h: Das ehemalige Wohngebäude des Pflegers
Das Wohngebäude des Pflegers war um 1586 erbaut worden14 und letztmalig in den Jahren 1755 bis 1800 notdürftig saniert worden15. Es gab darin sieben heizbare Zimmer unterschiedlicher Größe, zwei unbeheizte Kammern, eine Küche, vier Kellerräume und den Dachboden 16. Das Gebäude wurde von Urban in vier Wohnungen, jeweils zwei auf beiden Etagen unterteilt, und teils mit einem Kellerraum und einem Teil des Dachbodens verkauft. Ab 1808 lebten also innerhalb dieses Gebäudes vier Familien. Sie teilten sich den gemeinsamen Eingang.
Hs.Nr. 30 b (alte Plan-Nr. 2, Erdgeschoss, 1. Zimmer re. vom Eingang, Flurstück-Nr. 36):
1807 Blasius Raml, Strumpfwirker aus Niedermurach, kauft das „Zimmer mit Einschluß des auf diesem Zimmer befindlichen Boden, soweit nämlich das Zimmer geht“,17 dazu einen Teil der Stallung (li. vom Stalleingang) worin sich ein Gewölbe befindet, einen Dungplatz und das Recht, im Sommer in der großen Küche kochen zu dürfen“ um 189 Gulden.
1809 Josef Schmid aus Enzenried kauft die „Wohnung mit Boden und halbem Stall“ um 191 Gulden.
1814 Johann Grosser, Zimmergeselle von Gaisthal, kauft die „Wohnung im Schloß, bestehend aus einem Zimmer und Boden, soweit das Zimmer geht und ein Gewölbe“ um 195 Gulden.
1819 Adam Schmid von Eigelsberg kauft die „gemauerte Wohnung“ um 200 Gulden.
1825 Wolfgang Möschl aus Böhmen erwirbt die „gemauerte Wohnung“ um 243 Gulden. (Hausname „beim Böhmischen“)
1841 Margaretha Schierer, dessen Stieftochter übernimmt die Wohnung im Anschlag von 150 Gulden. Sie heiratet 1845 Michael Verschl, Sohn von Jakob Verschl aus Haus-Nr. 30 d. 1844 brennt die Wohnung ab. Michael Verschl erhält 100 Gulden Entschädigung.
1864 Georg Braun, Hirtensohn aus Weidenthal, kauft die Wohnung um 298 Gulden.
1865 Johann und Katharina Braun erwerben die Wohnung um 350 Gulden. Im gleichen Jahr kauft Georg Braun die Wohnung zurück um 350 Gulden.
1866 Christoph und Walburga Pähr aus Nabburg kaufen die Wohnung um 225 Gulden.
1867 Baptist und Franziska Weiherer (vorher auf 30 g) kaufen die Wohnung um 50 Gulden.
1877 Konrad Meindl erwirbt die Wohnung um 142 Mark.
1878 Johann Saller kauft die Wohnung um 125 Mark.
1882 erwirbt die Gemeinde Obermurach die Wohnung um 19 Mark und bricht das gesamte Gebäude ab.
1896 erwirbt der Staat das Areal.
Hs.Nr. 30 c (alte Plan-Nr. 3, 1. Obergeschoß, re. vom Eingang, Flurstück-Nr. 34 und 35, ab ca.1840 nur noch Flurstück-Nr. 35):
1808 Wolfgang Süßbauer, Melber aus Unterlangau, erwirbt die „Wohnung samt dem halben in untern Stock befindlichen Gewölbe, einen Teil der Stallung an der Heukrippe und einen Platz davor, weiters den (Dach)Boden von dem erkauften Zimmer, einen Gartlplatz von der Schupfen 10 Schuh in der Breite, ferners die ganze Kuchl, allwo auch der Eingang zu stehen kommt und das darin befindliche Nebenkammerl“ um 200 Gulden.
1809 Andrä Drexler, Schneidergeselle aus Fronhof, kauft die „Wohnung, einen Teil der Stallung, den (Dach-)Boden von dem erkauften Zimmer, einem Gartenplatz, die ganze Küche beim Eingang und das darin befindliche Nebenkammerl“ für 196 Gulden
1819 Wolfgang Schmidhuber, Schneidersohn aus Irlach, erwirbt das Anwesen für 208 Gulden.
1823 Thomas Groß erwirbt die gemauerte Wohnung durch Tausch mit seinem Häusl in Obermurach Haus-Nr. 18 mit einem Aufschlag von 142 Gulden. Die Familie Schmidhuber geht auf Hs.Nr. 18 und lebt dort bis 1909.
1824 Wolfgang Groß, Sohn von Thomas Groß, kauft die Wohnung um 200 Gulden.
1825 Kaspar Hierold, Weber aus Winklarn, erwirbt die Wohnung für 149 Gulden.
1829 Andreas Fleck, Weber, kauft die Wohnung um 195 Gulden.
1830 Johann Boier (auch Baier geschrieben, Hausname Hanserl) kauft die Wohnung. 1844 brennt diese ab, Boier erhält 200 Gulden Brandentschädigung. Er baut 1846 das Haus Nr. 30 l.
1876 Georg Boier, dessen Sohn, Schneider und späterer Turmwart, der in Haus Nr. 30 l wohnte, erwirbt die Wohnung.18
1896 wird das Areal, auf dem sich diese Wohnung befand vom Staat erworben.
Hs.Nr. 30 h (alte Plan-Nr. 4, 1. Obergeschoß li. vom Eingang, Flurstück-Nr. 33, ab ca. 1840 Flurstück-Nr. 35, Erdgeschoss, hinteres Zimmer re. vom Eingang):
1808 Georg Preißler, Häuslbesitzer aus Pielhof, kauft eine „Wohnung mit einem Gewölbe im unteren Stock mit dem Recht, in der gemeinschaftlichen Küche im Sommer kochen zu können“ um 225 Gulden.
1809 Stefan Schröder, Lumpensammler aus Schwandorf, kauft die Wohnung für 300 Gulden.
1819 Johann Grosser kauft die Wohnung um 221 Gulden. Er wohnte vorher in Hs.Nr. 30 b.
1820 Peter Kunsteiger, Häuslerssohn aus Treffelstein, kauft die Wohnung um 209 Gulden. Seine Tochter heiratet 1857 Michael Pronold aus Tiefenbach, der 1861 in Obermurach das Haus Nr. 18 ½ (jetzt 21) ersteigert. Die Nachkommen leben noch in diesem Haus.
1822 Niklas Bauer von Gaisthal erwirbt die Wohnung um 200 Gulden.
1827 Josef Meier, Zwirner aus Böhmen, erwirbt die Wohnung um 226 Gulden.
1829 Christoph Gollwitzer kauft die Wohnung um 200 Gulden.
1830 Andreas Hollweck von Rudelzhausen, Schulgehilfe in Dieterskirchen, kauft die Wohnung um 219 Gulden.
1831 Kaspar Kraus, Hirtensohn und Spielmann aus Weidenthal, erwirbt die Wohnung um 219 Gulden (Hausname „beim böhmischen Seppl“, wohl von Josef Meier abgeleitet). Seine Urenkelin Margarethe heiratet 1929 Michael Beck von Obermurach und baut mit ihm das Haus auf dem „Stiegelacker“ Nr. 12 ½. Ihre Nachkommen leben noch in diesem Haus.
1844 brennt die Wohnung ab. Eine Brandentschädigung wird nicht ausgezahlt. Vermutlich steht die Wohnung zu diesem Zeitpunkt leer. Kaspar Kraus ist bereits 1833 als Hirte in Raggau angestellt, später lebt er in der Nabburger Gegend.
1860 Barbara Kraus, die Tochter von Kaspar Kraus, übernimmt das Anwesen. Sie heiratet dieses ihrem Bräutigam Leonhard Herrmann, Hirte aus Trefnitz, an.19
1874 Adam Bauer erwirbt das „Stübl mit Dachung“ um 12 Gulden.
1877 Barbara Albang (evtl. aus Hs.Nr. 30 f) kauft die Wohnung um 23 Mark.
1882 wird die Wohnung von der Gemeinde Obermurach gekauft und das Gebäude abgebrochen.
1896 kauft der Staat das leerstehende Areal.
Hs.Nr. 30 e (alte Plan-Nr. 5, Erdgeschoß li. vom Eingang, Flurstück-Nr. 33)
1808 Josef Beer, Schuster aus Unterdeschenried, kauft die „Baustube samt einer Kammer, Küche20 und Gewölbe, dann den obern Boden unter der Dachung zur Mitbenützung“ um 300 Gulden.
1819 Georg Hofbauer kauft die „gemauerte Wohnung“ um 240 Gulden. Seine Nachkommen leben in den Familien Pamler und Herdegen noch in Obermurach.
1826 sein Sohn Bartholomäus Hofbauer übernimmt die Wohnung im Anschlag von 240 Gulden (Hausname „Klenkl-Bartl“). Sein Bruder Johann heiratet in Haus-Nr. 4 ein. Dessen Tochter Margarethe verehelicht sich 1871 mit Michael Pronold von Hs.Nr. 18 ½ (jetzt 21), ihre Schwester Katharina heiratet Wolfgang Schießl von Hs.Nr. 6 (jetzt 30).
1855 dessen Tochter Barbara Hofbauer übernimmt die Wohnung im Anschlag von 400 Gulden und heiratete diese ihrem Bräutigam Wolfgang Thanner an. Wolfgang kommt aus Hs.Nr. 26 in Obermurach.
1867 Josef Bauer und seine Braut Margarethe Jobst kaufen im April die Wohnung um 440 Gulden, Wolfgang Thanner kauft sie im Oktober desselben Jahres um den gleichen Preis wieder zurück.
1874 Franz-Xaver Heldwein, Weber aus Obermurach, Hs.Nr. 15 a, erwirbt die Wohnung um 300 Gulden.
1881 sein Sohn Karl Heldwein übernimmt die Wohnung im Anschlag von 428 Mark. Karl stirbt noch im gleichen Jahr.
1882 sein Bruder Josef Heldwein erbt die Wohnung im Anschlag von 571 Mark. Das Gebäude wird abgerissen.
1889 das Areal geht an einen weiteren Bruder, Michael Heldwein, der jedoch als Bergmann in Penzberg lebt, im Anschlag von 322 Mark.
1898 erwirbt der Staat das Areal um 400 Mark.

Hs.Nr. 30 d: Das Kaiserhaus
(alte Plan-Nr. 6, Nordwestecke des Areals, jetzt leerstehend, Flurstück-Nr. 32):
1807 Jakob Verschl (auch Ferstl geschrieben), Taglöhnerssohn aus Teunz kauft „den Teil Nro 6, welcher in einer Wohnung bestehet, soweit der sich im untern Stock bestehende Stadl befindet und wohinein der Käufer auf seine Kosten einen Eingang zu machen hat“ samt einem gesonderten Dungplatz um 280 Gulden. Jakob und seine Frau Barbara bekommen in der Zeit von 1809 bis 1825 sieben Kinder, ein weiteres Kind hatte Barbara schon mit in die Ehe gebracht. Jakob stirbt 1831. Seine Nachkommen leben noch heute in Obermurach Hs.Nr.1 (jetzt 22, Anwesen mit dem Hausnamen „Jackl“)
1808 Michael Bauer, Zimmermann aus Teunz, kauft „die Realität Nr. 6 mit dem sich im untern Stock befindlichen Stadl“ und den Dungplatz um 280 Gulden. Jakob Verschl behält sich das Wohnrecht „in dem vordern Zimmer“ vor.
1830 Stefan Ried, Schmiedsohn aus Oberviechtach, Hausname „Neuschmie-Steffl“ kauft das „Häusl“ um 150 Gulden. Er macht Konkurs und erwirbt 1851 das Haus Nr. 18 ½ (jetzt 21) in Obermurach.
1838 die Witwe des ehemaligen Besitzers Jakob Verschl, Barbara Verschl, ersteigert das „Riedsche Anwesen“ um 151 Gulden.
1849 Joseph Bernklau, Kufner aus Winklarn und Schwiegersohn von Barbara Verschl, kauft das Anwesen um 280 Gulden. Barbara Verschl erwirbt 1849 Haus-Nr. 1 (jetzt Nr. 22) in Obermurach.
1862 Michael Käufl, Hirtensohn aus Fronhof, und seine Braut Margarethe Schießl erwerben das Anwesen um 350 Gulden.
1864 Georg Kaiser und seine Braut Katharina Gschrei kaufen das Anwesen um 350 Gulden.
1872 Johann Seibert erwirbt das Anwesen um 350 Gulden.
1872 im gleichen Jahr kauft Michl Kaiser das Anwesen um 300 Gulden. (Hausname: „Kaiser“)
1880 Georg Gradl aus Obermurach Hs.Nr. 19 (Armenhaus) kauft das Anwesen um 192 Mark.
1882 Anna Baumer erwirbt das Anwesen um 219 Mark.
1886 Barbara Gradl aus Obermurach Hs.Nr. 19, Mutter des obengenannten Georg Gradl, erwirbt das Anwesen um 235 Mark.
1914 Peter Gradl, ein weiterer Sohn von Barbara Gradl, übernimmt mit seiner Frau Katharina das Anwesen im Anschlag von 150 Mark (Hausname: „Kaiser Peterl“).
1914 tauscht das Ehepaar Gradl das Anwesen gegen das Haus Nr. 16 samt dem leerstehenden Areal von Hs.-Nr. 29 (ehem. Amtsknechtshaus) in Obermurach. Das Haus Nr. 30 d wird abgerissen.
1918 kauft der Staat das leerstehende Areal um 200 Mark.
Der oben genannte Michael Bauer war ein Bruder von Barbara Verschl. Da seine Frau zum Kaufzeitpunkt bereits schwanger war, drängte die Zeit bezüglich Hochzeit und Wohnungskauf. Im Kaufbrief vom 11. Juni 1808 vereinbarte man daher, dass Jakob Verschl und seine Familie vorerst wohnen bleiben und ihre Kuh „dorthin stellen darf, wo der Käufer die seinige hat“, bis Verschl ein anderes Anwesen gefunden habe. Da sich jedoch kein weiterer Hauskauf Jakob Verschls nachweisen lässt, wohnten er bzw. seine Witwe mutmaßlich bis 1838 durchgehend dort.
Rätselhaft bleibt ein Eintrag im Häuser- und Rustikalsteuerkataster vom 6. September 1808: Demnach soll Michael Bauer am 11. Juni 1808 von Georg Urban „das ganze gemauerte Kindszimmer von dem vormaligen königl. Pflegschloß“ nebst dem Recht zur Benutzung zweier angrenzender Zimmer sowie eines hölzernen Stadels für 280 Gulden gekauft haben. In den amtlichen Briefprotokollen findet sich zum 11. Juni 1808 jedoch nur der genannte Kauf der Stadelwohnung von Jakob Verschl. Das besagte Kindszimmer lag vermutlich im Obergeschoß des Hauptgebäudes, links vom Eingang (s. Hs.Nr. 30 h) und wurde wahrscheinlich von den tatsächlichen Inhabern nicht selbst bewohnt. Wo Bauer letztlich genau wohnte, bleibt unklar. Womöglich errichtete er auf dem mitgekauften Dungplatz jenes kleine Häuschen, das er 1830 an Stefan Ried veräußerte – das spätere „Kaiserhaus“.
Hs.Nr. 30 g: Das Hennenstübl / Burgwartshäusl
(alte Plan-Nr. 7, jetzt Burgwarthäusl, Flurstück-Nr. 30)
1808 Johannes Hauser, Weber aus Diendorf bei Nabburg, kauft das „sogenannte Hennenstübl samt einem Stall und Gärtchen“ für 232 Gulden.
1820 Wolfgang Hauser kauft das „ehem. Hennenstübl“ um 200 Gulden. Als Verkäufer wird Josef Riederer genannt (s. Hs.Nr. 30 a)21.
1822 Johann Kren, Weberssohn aus Hannesried, erwirbt das Haus um 255 Gulden.
1828 Andre Forster aus Niedermurach erwirbt das Haus um 313 Gulden.
1829 Johann Kraus, Hirtensohn aus Niesaß kauft das Haus um 280 Gulden.
1830 Andreas Tischler, Hirtensohn aus Obermurach, kauft das Häusl um 273 Gulden. 1844 brennt das Haus ab, Tischler erhält 350 Gulden Brandentschädigung.
1863 Johann Dürrmeyr und seine Braut Barbara Kühner kaufen das Haus.
1865 Johann Weiherer, Knecht aus Weichelau und seine Braut Franziska Beck aus Niesaß kaufen das Haus um 500 Gulden. Das Paar zieht 1867 nach 30 b und geht 1872 ins Armen- und Hirtenhaus Hs.Nr. 19 von Obermurach. Johann ist als Hirte in Obermurach tätig.
1866 Johann Dürmayr ersteigert das Haus zurück. Er verkauft es im gleichen Jahr an Georg und Anna Seitzer um 175 Gulden.
1907 sein Sohn Michael Seitzer übernimmt das Haus (Hausname: „Höidgirglmichl“) Spätestens ab 1917 wird es nicht mehr bewohnt.
1918 erwirbt der Staat das Haus um 300 Mark.
In den 1930er Jahren wird in dem Haus eine Flugwache eingerichtet. Um ca. 1970 wird das Haus renoviert und dient seitdem als Burgwartshäusl.
Hs.Nr. 30 f: Die ehemalige Wagenremise
(alte Plan-Nr. 8, links nach dem Tor, jetzt leerstehend, Flurstück-Nr. 24)
1808 im Mai Georg Schott aus Bierlhof kauft die „Gefährtremiß“ samt der Schupfe und dem Holzschlichtplatz um 225 Gulden.
1808 im Oktober Wolfgang Baumer, Hirt aus Hiltenbach, kauft die „sog. Wagenremiß samt Heuschupfe und die Holzlege für einen künftigen Garten nebst einem kleinen Platz von der Remiß bis an das Thor“ um 225 Gulden.
1809 Georg Preußler erwirbt die „Gefährt-Remiß samt der Schupfe und dem Holzschlichtplatz“ um 170 Gulden. Er wohnte vorher auf Hs.Nr. 30 h.
1817 Georg Hausknecht kauft das „Wohnhaus mit Garten“ um 300 Gulden.
1828 Michael Bauer aus Teunz und seine Frau Katharina, geb. Bauer aus Schlotthof, kaufen das Wohnhaus um 300 Gulden. 1835 kultiviert Bauer das gegenüberliegende Grundstück, rechts vom Weg, Plan-Nr. 42 zu einem Ackerl. Dort befindet sich auch ein Erdkeller, der als Stall (!) benutzt wird.
1853 deren Sohn Johann Adam Bauer übernimmt das Haus um 256 Gulden.
1855 Sibilla Zinbauer ersteigert das Haus.
1856 Theresia Neuber kauft das Haus um 225 Gulden und heiratet es 1868 ihrem Bräutigam Johann Baptist Bauer an.
1872 Franz und Katharina Meier erwerben das Haus um 336 Gulden.
1876 Anna Maria Rötzer kauft das Haus um 685 Mark.
1887 Jakob und Franziska Gürtler kaufen das Haus um 406 Mark.
1890 Xaver und Barbara Albang kaufen das Haus um 215 Mark.
1905 erben deren Kinder das Haus. Es wird bewohnt von der Tochter Margaretha, verh. Hornung und ihrem Mann Christian. Nach mündlicher Überlieferung sollen in diesem Haus zwei Familien gelebt haben.22
1911 steht das Haus leer und wird 1915 abgebrochen.
1925 erwirbt der Staat das Areal um 600 Mark.

Hs.Nr. 30 i: Die ehemalige Schloßkapelle
(Südseite des oberen Burgteils, jetzt leerstehend, Flurstück-Nr. 39)
Im Jahr 1808 kaufte Johann Zeitler, ein Musikant aus Friedersried, die ehemalige Schlosskapelle – „woraus eine Wohnung erbaut werden soll“ – sowie einen Stallanteil. Noch im selben Jahr heiratete er Katharina Eichinger aus Stamsried. Nach deren Tod beabsichtigte Zeitler 1841, Anna Ertl aus Kürnberg zu heiraten, und reichte beim Landgericht Oberviechtach ein entsprechendes Ansässigmachungsgesuch ein. Ein ausführlicher Schriftverkehr dazu23 zeigt uns eindrücklich die Verhältnisse vor Ort. Die von der Behörde angeforderte Stellungnahme der Gemeinde Obermurach fiel vernichtend aus:
habe Johan Zeitler diese Schloss Kappelle noch Niemal bezogen und bewont und hat aber daß alles waß sich Brauchbares darin befinde verkauft Nemlich den Dachstul und die übrigen baumatrial so daß nichts vorhanden sey als ein bloßer steinhaufen.
bringt Zeitler einen Stall in Vorschlag als wen derselbe noch einen Habe welches nur ein bloser steinhaufen sey daß keine Mauer noch von Holz etwas übrig ist.
Wen Johan Zeitler ein Heuraths gesuch und Anseßigmachung Stellen will so ist es nothwendig daß derselbe von Bauverständigen einen Plann bey den königl. Landgericht vorlege und als dan daß heußl nach den Plann zu vor Herst(elle) den auf einen bloßen Steinhiegl kann kein Verehelung dem Johan Zeitler von der gemeinde Obermurach bewilliget werden weil derselbe kein Herberg habe und der gemeinde schon bey ihrer Verehelung zur Last fallen wo ohnehin die Gemeinde Obermurach mit so viellen Konnserten schon überlegt ist und nur Lauter bettelleut durch die Zertrimung des Schloses sich vorfinden auch gresten Theils von beteln Langenfinger sich ernehren.
Was die Ablößung seiner Kappelle und den Stal betrift wird erklert daß dießes gar keinen wert hat weil die Kappelle auf bloßen Steinfelsen gestanden ist und jetzt ein Steinhaufen sey und wan derselbe klaubt daß er etwas einnehmen kann so darf er verkaufen was er will den die gemeinde Obermurach kann keinen Stein nicht brauchen weil sie in yber Fluß an steinen ist.
Das Gesuch wurde daraufhin abgewiesen. Zeitler ließ jedoch nicht locker und legte Beschwerde bei der Regierung in Regensburg ein. Er schrieb: ... „Ebenso muß ich gestehen, daß meine Braut bereits von mir 2 noch lebende Kinder hat; aber die Reue über diesen meinen Fall darf doch nicht so weit gehen, daß ich dieselbe sitzen u. meine Kinder vaterlos lassen will; im Gegentheile ich will dieselbe in redlicher Absicht zu Ehren u. guten Verhältnissen bringen, und war es mir bisher möglich, meine Kinder nicht erhungern zu lassen, so ist dies weniger zu befürchten, wenn mein Haushalt in Zukunft nicht getrennt geführt wird. Wenn ferners blos vermögliche Personen die Erlaubnis zum Heirathen bekämen, so wäre dieses für die Unvermöglichen ein trauriges Verhältniß. Es ist der Fall auch möglich, daß ein Reicher ins Unglück gerathen u. verarmen kann....“
Der Schriftverkehr zwischen den Behörden und dem Antragsteller zog sich über drei Jahre hin. Das Landgericht Oberviechtach warf Zeitler unter anderem vor, dass „er sich mit dem, was er sich mit seiner Tanzmusik erwirbt, kaum seinen bekannt großen Durst löschen kann“. Zeitler hielt dagegen: „Ich kann zwar nicht widersprechen, daß jetzt von dieser Kapelle nur noch 3 Mauern stehen und daß der hiezu gehörige Stallantheil auch nicht mehr besteht, aber dafür kann ich nichts, denn diese meine Realitäten wurden in meiner Abwesenheit von den Bewohnern von Hausmurach zerstört u. gestohlen.
Ich kann nicht widersprechen, daß ich den aus dem Schloßgut erkauften Theil nie bezogen habe, allein daran waren 2 Umstände schuld
weil meine 1te Ehefrau immer krank war und sich bei ihren Eltern in Stamsried aufhielt
weil ich mir als Musikant auswärts mein Brod verdienen mußte, indem ich in den erkauften Mauern meine Nahrung nicht finden konnte...“
1843 wurde das Gesuch endgültig abgewiesen. Zeitler wurde sogar „polizeiliches Einschreiten wegen Frivolität“ angedroht, falls er das Landgericht weiterhin behelligen sollte.
Das Problem löste sich auf unerwartete Weise. Am 14.03.1844 erwarb der Staat das Grundstück mit der abgebrochenen Kapelle um 215 Gulden. Daraufhin gestattete das Landgericht Roding Zeitler die Wiederverehelichung sowie die Ansässigmachung in der Gemeinde Kürnberg. Am 20.08.1845 konnten er und Anna Ertl zu guter Letzt die Ehe schließen.

Die Grundstücke mit den Flurstück-Nummern 25 bis 29 lagen links vom Weg zwischen der ehemaligen Remise (Hs.Nr. 30 f) und dem „Hennenstübl“ (Hs.Nr. 30 g). Dort entlang der Ringmauer befanden sich früher die churfürstlichen Stallungen. Beim Verkauf der Gebäude des ehemaligen Pflegschlosses wurden die Stallungen aufgeteilt und mitsamt einem kleinen Vorplatz (sog. Öd-oder Dungplatz) an die neuen Bewohner veräußert. Die Stallungen brannten wohl 1844 ab.
Hs.Nr. 30 l: Das Reitinger-Haus
(jetzt leerstehend, Flurstück-Nr. 25 und 26)
1846 erbaut Johann Boier (auch Baier geschrieben), der vorher in Hs.Nr. 30 c wohnte, ein neues Haus.
1876 sein Sohn Georg Boier, von Beruf Schneider, und seine Frau Therese übernehmen das Haus im Anschlag von 125 Mark (Hausname: „Karlschneider“). Ihre drei Söhne fallen im ersten Weltkrieg.
1929 deren Tochter Barbara Boier übernimmt das Haus. Sie heiratet 1935 Johann Reitinger.
1964 stirbt Johann Reitinger. Seine Witwe zieht nach Stulln. Das Haus wird vom Staat gekauft und abgerissen.
Als die Behörden Mitte des 19. Jahrhunderts den historischen und touristischen Wert der Burgruine erkannten, wurde Georg Boier als offizieller Burgwart eingesetzt. Nach eigenen Angaben übte er diese Tätigkeit seit ca. 1880 aus24, ein schriftlicher Dienstvertrag folgte 1895. Das Landbauamt Regensburg legte in der Turmstube ein Fremdenbuch aus: Trugen sich 1894 lediglich 25 Personen ein, verzeichnete man 1920 bereits 450 Besucher aus aller Welt, darunter Gäste aus Wien, Hamburg, London und Amerika, überwiegend Beamte, Lehrer, Pfarrer und Studenten, aber auch Geschäftsleute der Umgebung führten ihre Besucher gern auf die Burg. Obermuracher waren nur wenige darunter. Nach Georg Boiers Tod übernahm die Witwe Therese Boier das Burgwartsamt, ab 1935 deren Tochter Barbara Reitinger. Die Entlohnung war bescheiden; ein paar Ziegen im Stall sicherten das Überleben.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand eine vertriebene Familie aus Posen im Häuschen der Reitingers Zuflucht. Die Tochter der Familie erinnert sich gern an die damalige Zeit25:
„Es war wunderbar friedlich in der Burg. Das waren liebe Leute. Am Wochenende kamen Besucher, die Frau Reitinger durch die Burg führte. Unsere zwei Pferde waren im Stall der Reitingers untergestellt und die Bauern der Umgebung konnten sich diese gegen Mehl oder Speck ausleihen. Wasser mussten wir uns bei der Familie Wild holen und unser Schulweg führte auf einem schmalen Pfad mitten durch die Wiesen.“

Seit 1965 ist das Burgareal nun unbewohnt. Das renovierte Burgwartshäusl steht heute als letztes Zeugnis jener Epoche, in der verarmte Tagelöhnerfamilien über ein Jahrhundert lang das historische Schlossareal mit Leben füllten. Dieses ist heute auch an Wasserleitung und Stromversorgung angeschlossen, ein Luxus, von dem die Tagelöhner des 19. Jahrhunderts noch nicht einmal träumen konnten.
Autorin: Hedwig Pamler (Stand 8/2026)
Anmerkungen zu Teil 2
StAAm, Rentamt Neunburg, HuR-Kataster 96. Für den Getreidekasten und Schloßkapelle bezahlte Urban 1808 weitere 106 Gulden.↩︎
vgl. Pamler, Häuser- und Familiengeschichte(n) von Obermurach, Teil 1↩︎
Dieser in den Kaufbriefen erwähnte Plan konnte bislang nicht ausfindig gemacht werden.↩︎
Zusatzbetrag zur Vertragsbekräftigung↩︎
Frauen benötigten zu dieser Zeit bei Rechtsgeschäften einen gesetzlichen Vertreter.↩︎
StAAM, Landgericht ä.O. Oberviechtach, Nr. 1429 (Ansässigmachung Zeitler).↩︎
StAAm, BA Oberviechtach 2129; Schreiben vom 16.12.1854 (Erwähnung der Großbrände 1844 und 1850).↩︎
Die Schreibweisen von Familiennamen (Ferschl / Verschl / Ferstl) variierten in den Quellen stark.↩︎
Die Hausnummern innerhalb des Areals veränderten sind nochmals seit 1808. Im HuR-Kataster erhielten sie die Nummern 29 bis 33, ab dem Urkataser von ca. 1840 die Nummern 30 a bis 30 i.↩︎
Stadtarchiv Oberviechtach: Eintrag des königl. Landbauamtes Regensburg im Besucherbuch des Turmes, S. 25↩︎
s.a. Pamler „Burg Haus Murach nach 1803“,↩︎
Stadtarchiv Oberviechtach: Besucherbuch des Turmes Hausmurach S. 146, Eintrag des königl. Landbauamtes Regensburg↩︎
Mages HAB Bd. 61, S. 98↩︎
Zinnbauer, Amtsinhaber im Pflegamt Murach, Bd. 10 ff↩︎
StAAm, Landbauamt Amberg 694, (Situationsbereicht G.M.v.Zentner 1804)↩︎
Hier wurde ausnahmsweise nur ein einzelnes Zimmer verkauft, die daran anschließenden Räume wurden zur Hs.Nr. 30 h.↩︎
nun nur noch Flurstück-Nr. 35 OG↩︎
nun nur noch Flurstück-Nr. 35 EG↩︎
Evtl. gab es im Wohngebäude neben einer sog. Rußküche noch einen weiteren Küchenraum.↩︎
In den ersten Jahrzehnten nach 1808 tauschten Bewohner ihre Wohnräume möglicherweise auch formlos untereinander.↩︎
Nach mündlicher Überlieferung von Maria Hartinger (†1998) wohnten dort um 1900 der „Wognschmiervierer“ und der „Angersengirgl“.↩︎
StAAm, LG ä.O. Oberviechtach 1429 (Ansässigmachung Johann Zeitler 1841–1843).↩︎
StAAm, Landbauamt Amberg 194 (Bittschrift Boier von 1912).↩︎
Zeitzeugen-Telefonat im Januar 2021 mit Frau Beer.↩︎
Obermurach